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Lange Nacht der Architektur war ein Publikumsmagnet

Fachmesse Bau 2011 endet mit Rekordbesuch

Bau 2011

Die Bau 2011 war ein Publikumsmagnet. Bild: Messe München/ Loske

München. Mit einem Besucherplus von zehn Prozent ging die Fachmesse Bau 2011 zu Ende. 235.000 Besucher kamen auf das Gelände, einen so starken Anstieg gab es in der fast 50jährigen Geschichte der Messe noch nie. Deutlich war auch der Anstieg der internationalen Besucher, der nun fast ein Viertel ausmacht. Auch der Anteil der Planer und Architekten lag deutlich über den Zahlen der bisherigen Veranstaltungen. Die Mischung aus hochkarätigen Kongressen und Fachveranstaltungen und Produkt-News hat sich bewährt.

Aus fast allen Ländern gab es deutliche Zuwächse bei den Besucherzahlen. Neben Deutschland stellten Österreich, die Schweiz, Italien, die Türkei, die Tschechische Republik, Polen, Russland, Slowenien, Frankreich und Großbritannien die meisten Fachbesucher. Besonders starke Anstiege verzeichnete die BAU auch aus außereuropäischen Ländern wie Indien, Japan, den USA, Kanada und den Vereinigten Emiraten.

Angesichts der sich wieder aufhellenden Baukonjunktur gingen die meisten Aussteller zwar optimistisch in diese Messe, das enorme Interesse sorgte aber doch für Erstaunen. Ein deutliches Plus bei Architekten konstatierte Dieter Schäfer, CEO der Deutschen Steinzeug Cremer & Breuer AG und Vorsitzender des Ausstellerbeirats. Auch aus Sicht von Martin Hörmann, persönlich haftender Gesellschafter der Hörmann KG und stellvertretender Vorsitzender des Ausstellerbeirats, lief die Bau 2011 "hervorragend. Es war auffallend viel internationales Publikum hier, vor allem aus Asien und Osteuropa".

Top-Themen der BAU war in diesem Jahr das nachhaltige Bauen sowie das generationenübergreifende Bauen. Zu beiden Themen gab es mehrere Sonderschauen und zahlreiche Vorträge in Foren und Kongressen, etwa im Kongress "Bauen für die Zukunft – nachhaltig, energieeffizient und innovativ" des Bundesbauministeriums oder in der Veranstaltungsreihe "Gebäude der Zukunft" des Bundeswirtschaftsministeriums.

Ein dicht umlagertes Highlight war das Solarhaus der Hochschule Rosenheim, das beim Solar-Decathlon in Madrid den zweiten Platz gewann und auf der BAU erstmals einer breiten Öffentlichkeit präsentiert wurde. Auf enormes Interesse stießen auch die drei Foren der BAU. Insbesondere das Forum "Zukunft des Bauens", in dem international tätige Architekten wie Sir Peter Cook oder Françoise Hélène Jourda ihre Pläne und Projekte vorstellten, war teilweise überfüllt. Alle Plätze belegt waren in der Regel auch im Forum MakroArchitektur, wo es einerseits um die Zusammenarbeit zwischen Architektur und Industrie, andererseits um die Zukunftsforschung in der Architektur ging. Das Forum "Intelligentes Bauen" schlug eine Brücke von der Sanierung und Renovierung von Gebäuden hin zur Realisierung von modernen High-Tech-Bauten wie Passivhäusern oder Plusenergiehäusern.

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