RSS | Newsletter | Über uns | Kontakt | Sitemap

Sie sind hier: Home » Dämmung & Fassade » Aktuelles » Artikel » Erste Passivhaus-Schule in Italien ist bezugsfertig

Lüftung steckt unsichtbar in der Fassade

Erste Passivhaus-Schule in Italien ist bezugsfertig

30.09.2014, 11:05

Außenansicht Passivhaus-Schule Verona
Italiens erste Schule in Passivhaus-Bauweise steht in Verona. © PHI

Die "Scuola Passiva Raldon" in Verona wurde als erste in Italien mit einem Passivhaus-Zertifikat ausgezeichnet. Eine Besonderheit bei diesem Neubau ist eine fassadenintegrierte Lüftung, die hochwertige Architektur mit höchsten Ansprüchen an die Haustechnik kombiniert.

Die neue Grundschule verfügt bei 1.475 Quadratmeter Fläche über zehn Klassenzimmer, eine "Aula Magna" sowie weitere Sonder- und Verwaltungsräume. Die Gebäudehülle besteht aus einer zweischaligen, massiven Stahlbetonwand mit Kerndämmung und Außendämmung sowie einer Holzbau-Außenwand mit Mineralwolle-Dämmung. Die Warmwasserbereitung und die Beheizung erfolgen über einen Gasbrennwertkessel – wobei die Wärme über eine Flächenheizung im Bereich der Fenster-Brüstungen abgegeben wird. Im Ergebnis liegt der Heizwärmebedarf bei 14 kWh/(m²a).

Das fassadenintegrierte Lüftungssystem der "Scuola Passiva Raldon" ist eine Entwicklung des Architekten Michael Tribus und des Produktherstellers Helmut Moratelli von der Firma Wolf Artec. Bei diesem Konzept sind dezentrale Geräte direkt in die Fassade eingebaut. Von außen ist die Außenluftansaugung beziehungsweise Fortluftabgabe über Schlitzauslässe dabei nicht mehr sichtbar.

Auch in den Innenräumen ist das Lüftungssystem bestmöglich in die Architektur integriert. Die Geräte arbeiten zudem sehr leise und sorgen somit auf unauffällige Art für ausgezeichnete Luftqualität.

Dieses Prinzip der fassadenintegrierten Lüftung – von den Entwicklern als LILU (Licht/Luft) bezeichnet – ist nicht nur für Neubauten interessant. Gerade bei Sanierungsprojekten könnte es künftig dazu beitragen, dass auch bei räumlich anspruchsvollen Ausgangssituationen der Passivhaus-Standard oder der EnerPHit-Standard für Sanierungen erreicht wird. So kann damit darauf verzichtet werden, im Inneren eines Gebäudes Technikräume und Kanalführungen einplanen zu müssen – der Installationsaufwand im Zuge der Sanierung fällt stattdessen vorwiegend an den ohnehin zu sanierenden Fassaden an.

Die genauen funktionalen und energetischen Anforderungen für solche Geräte bzw. Konzepte werden derzeit in dem von der EU geförderten Projekt EuroPHit erarbeitet. Quelle: Passivhaus Institut / pgl

Eine Verwendung dieses Textes durch Dritte ist kostenpflichtig. Eine Lizenzierung ist möglich. Bitte nehmen Sie bei Fragen Kontakt auf.

 

Kommentar schreiben

(wird nicht veröffentlicht)
Bitte geben Sie die angezeigte Zeichenfolge (Captcha) ein. Dies dient zur Vermeidung von unerwünschtem Spam.

Zurück

Premiumpartner