Dämmung von Rollläden als schnelle Maßnahme
Stuttgart. Schlecht isolierte Rollladenkästen am Haus sind ein Nährboden für die Bildung von Schimmel. Energieberater empfehlen eine nachträgliche Dämmung der Rollladenkästen. Sie sei leicht in Eigenregie möglich, schreibt das magazin Energie-Fachberater.
Problematisch ist an kalten Tagen die große Differenz zwischen Raumtemperatur und Oberflächentemperatur an der Innenwandseite des Rollladenkastens: Die Temperatur im Haus beträgt in der Regel zirka 20 Grad bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 50 Prozent. Diese warme Luft trifft am Rollladenkasten ohne Dämmung auf 10 bis 12 Grad Celsius Oberflächentemperatur. Durch den großen Temperaturunterschied entsteht hier eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit von über 85 Prozent. Hier kommt es oft zu Schimmelpilzbildung, durch den Tauwasserausfall wird auch eine erneute Bildung von Schimmel begünstigt.
"Diese Schwachstelle am Haus kann ohne großen Aufwand beseitigt werden", rät Energieberater Arndt Jänsch. "Für die nachträgliche Isolierung des Rollladenkastens gibt es spezielle Dämm-Platten, die jeder Heimwerker alleine und zeitsparend montieren kann", so der Energieberater.
Die Dämm-Platten werden gekrümmt bei hochgezogenem Rollladen fest im Innenraum des Kastens mit Montageschaum verklebt. Der längenmäßige Zuschnitt erfolgt mit einem Cutter-Messer oder einer kleinen Säge. Besonders wichtig ist hierbei, alle Fugen sowie die Gurtdurchführung abzudichten, da nur so die Isolierung des Rollladens optimal ist, rät der Energieberater.
Die nachträgliche Dämmung des Rollladenkastens beugt nicht nur der Bildung von Schimmel vor, sondern hilft auch Energie zu sparen. "Die Kosten für die Heizung werden gesenkt, Wärmeverluste vermieden und ein verbessertes Raumklima geschaffen", erläutert Energieberater Jänsch. So kann Wärme nicht mehr unkontrolliert ins Freie strömen.
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