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Ausführung ist oft auch in Eigenarbeit möglich

Dämmung der obersten Geschossdecke lohnt schnell

04.11.2009, 08:55

Dämmung mit Mineralwolle-Bahnen
Dämmung der obersten Geschossdecke bringt viel. Bild: FMI

Für viele Dämm-Maßnahmen wie eine Sanierung des Dachs oder der Fassade ist es mit Beginn der Heizperiode schon zu spät. Einige Maßnahmen können Hausbesitzer aber auch jetzt noch ergreifen, um schon in diesem Winter weniger Wärmeverluste zu haben.

Eine der einfachsten Maßnahmen ist die Dämmung der obersten Geschossdecke. Diese ist nach der neuen Energieeinsparverordnung, die im Oktober 2009 in Kraft getreten ist, bis Ende 2011 ohnehin Pflicht, wenn der Dachboden nicht begehbar und das Dach nicht gedämmt ist. Bisher ungedämmte Obergeschossdecken in unbenutzten Dachgeschossen müssen so gedämmt werden, dass der Dämmwert der Decke unter 0,24 W/m2K liegt.

Die Pflicht zur Dämmung wird ab 2012 mit der EnEV 2009 auch auf begehbare oberste Geschossdecken wie beispielsweise nicht genutzte oder ausgebaute Aufenthalts- oder Trockenräume ausgeweitet. Alternativ dazu kann auch das darüber liegende Dach gedämmt werden. Ausnahmen gibt es für selbst genutzte Ein- und Zweifamilienhäuser. Dort ist die Dämmung bei einem Eigentümerwechsel innerhalb von zwei Jahren erforderlich.

Die Dämmung der obersten Geschossdecke gehört außerdem zu den Maßnahmen, die sich sehr schnell rechnen. Experten geben den Wärmeverlust bei einer ungedämmten Betondecke pro Quadratmeter mit einem Äquivalent von 10 bis 15 Litern Heizöl pro Quadratmeter an. Durch eine sachgerechte Dämmung lässt sich dieser Wert auf einen bis zwei Liter reduzieren.

Die Kosten hängen von der Einbausituation und vom gewählten Material ab. Einer der Faktoren, der den Preis bestimmt, ist die Dämm-Eigenschaft. Bei Materialien mit guten Dämmeigenschaften reicht eine geringere Dämmstoffdicke. Die Dämmeigenschaft der Materialien bestimmt deren Wärmeleitfähigkeit, die mit dem Lambda-Wert bezeichnet wird. Je geringer dieser Wert desto besser. Weitere wichtige Eigenschaften sind der Widerstand gegen Feuchtigkeit, die Trittfestigkeit, das Gewicht und die ökologische Verträglichkeit.

Die Materialvielfalt für die Dämmung der obersten Geschossdecken ist groß und reicht von einfachen Dämmstoffbahnen bei Dachböden, die nicht betreten werden sollen bis hin zu trittsicheren Dämmstoffplatten aus Gipsfaser oder Holz. Auch Konstruktionen mit Einblas- oder Schütt-Dämmung sind möglich.

Die Finanzierung der Dämmung der obersten Geschossdecke ist über das KfW-Programm zur CO2-Minderung als Einzelmaßnahme oder im Rahmen des KfW-CO2-Gebäudesanierungsprogramm in Kombination mehrerer Maßnahmen möglich. pgl

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