"Wärmepumpe ermöglicht Primärenergieeinsparungen"
Wärmepumpen haben aufgrund des hohen Stromverbrauchs noch immer kein besonders gutes Image. So rät die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen zur Vorsicht beim Einsatz von Wärmepumpen. Aktuelle Praxistests zeigten, dass eine vertretbare Emissionsbilanz im realen Betrieb häufig nicht erreicht werde, schreiben die Verbraucherschützer im Januar 2009.
Der Bundesverband Wärmepumpe kommt zu anderen Ergebnissen. Er hat am Lehrstuhl für Energiewirtschaft und Anwendungstechnik der Uni München eine Analyse und Bewertung der Wärmepumpe in Auftrag gegeben, die das öffentliche Bild aufpolieren soll. Sie vergleicht Referenztechnologien hinsichtlich Primärenergiebedarf und CO2-Emissionen. Zudem wurden anhand von Szenarien Rückwirkungen eines vermehrten Wärmepumpeneinsatzes auf die Struktur der Stromerzeugung untersucht.
Die wichtigsten Ergebnisse der Untersuchung: Die Wärmepumpe ermögliche bei Betrieb mit dem allgemeinen Strommix in Deutschland 2008 Primärenergieeinsparungen zwischen 25 und 50 Prozent, hat das Team um Professor Ulrich Wagner errechnet. Bei zukünftig erheblich steigenden Anteilen regenerativer Energien in der Stromerzeugung verbessere sich Energie- und Umweltbilanz der Wärmepumpe nochmals deutlich. Tendenziell positiv für die Wärmepumpe wirken zukünftige Möglichkeiten der Aufnahme temporärer hoher Strommengen aus erneuerbaren Energien.
Kommentar schreiben
Eine Verwendung dieses Textes durch Dritte ist kostenpflichtig. Eine Lizenzierung ist möglich. Bitte nehmen Sie bei Fragen Kontakt auf.
Meldung vom





