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Innovative Abrechnung

Start-up ermöglicht Mieterstrom für Gewerbeimmobilien

Die Kombination aus Messtechnik und SaaS ermöglicht eine viertelstündige Strombilanz. Foto: Solarize Energy Solutions GmbH

Die Solarize Energy Solutions GmbH, ein Start-up aus Stuttgart, eröffnet den Einstieg in den Mieterstrom im Gewerbe. Mieterstrom für Gewerbeimmobilien verspricht stabile Energiekosten und zusätzliche Liquidität.

Die Innovation von Solarize ist eine Software-as-a-Service-Lösung (SaaS) zur Abrechnung der Stromkosten für Mehrparteienimmobilien mit Photovoltaik und Netzstrom. Dank der digitalen Plattform wird der nachhaltig erzeugte Solarstrom effizient an beliebig viele Mieter*innen im Gewerbeareal geliefert, bilanziert und abgerechnet. Damit wird es deutlich einfacher, Strom vor Ort zu produzieren, zu verteilen und somit diese neue Einnahmequelle Eigentümer von Gewerbeimmobilien zu erschließen. Solarize unterstützt darüber hinaus beratend und als Projektmanager bei der Projektierung von PV-Anlagen auf Multi-Tenant-Gewerbedächern.

Vermieter*innen und Betreiber*innen profitieren

Mit den Dienstleistungen von Solarize steigen Immobilieneigentümer in die Stromproduktion und -weitergabe ein, werten gleichzeitig ihre Immobilien nach ESG-Kriterien auf und realisieren attraktive Renditen. Gewerbliche Endverbraucher*innen profitieren von niedrigeren Energiekosten, weil über den Tag hinweg der Verbrauch im Gewerbebetrieb häufig mit der Produktion auf dem Dach korreliert.

Der Bedarf an Energie aus erneuerbaren Quellen wächst im gleichen Maße wie der Widerstand gegen die Nutzung von unbebauten Grünflächen durch Windkraft- oder Photovoltaikanlagen. Zugleich fordern Bürger*innen und Gewerbetreibende einen Strompreis, der auf niedrigem Niveau möglichst stabil ist. Diese Bedürfnislage spiegelt sich auch in den Plänen der neuen Bundesregierung wider. Wirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck setzt in seiner Eröffnungsbilanz Klimaschutz unter anderem einen Schwerpunkt auf die Solarenergie. Eine Maßnahme soll die verpflichtende Solarstromerzeugung auf gewerblichen Neubauten sein, wie sie in Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein seit Januar 2022 bereits in Kraft getreten und für weitere Bundesländer geplant ist. Gleichzeitig stellt der Minister Verbesserungen beim Mieterstrom in Aussicht. Ökostrom soll nachhaltig erzeugt werden, dabei profitabel sein und für alle erschwinglich. Was nach drei Wünschen auf einmal klingt, macht nun das junge Stuttgarter Unternehmen Solarize möglich.

Dezentralisierung im Energiesektor

Das Prinzip von Solarize ist einfach: Die Installation von Photovoltaikanlagen auf den Dächern von gewerblich genutzten Immobilien erlaubt die Produktion von Strom aus erneuerbaren Energien auf Bestandsflächen. Solche Microgrids – zu Deutsch „Kundenanlagen“ – sorgen für eine fortschreitende Dezentralisierung im Energiesektor. Sobald diese jedoch mehrere Mieter*innen beherbergen, war es bisher nahezu unmöglich, lokal erzeugten Strom direkt an diese zu liefern. Die meisten Anlagen auf solchen Gewerbearealen sind daher bislang als Volleinspeiser ans Netz gegangen, das heißt, der erzeugte Strom wurde zunächst ins öffentliche Netz eingespeist und dann teuer mit Netzentgelten zurückgekauft.

Mithilfe der Plattform von Solarize lässt sich der lokal produzierte Strom nun erstmalig direkt an beliebig viele Mieter*innen im Gewerbeareal liefern, bilanzieren und individuell abrechnen.

Möglich werden die optimale Verteilung und die automatisierte Abrechnung des Energiebedarfs durch die clevere Kombination eines intelligenten Messsystems mit einer eigens entwickelten Software-as-a-Service. Dabei können bei Bedarf Vermieter*innen beliebig viele Abnehmer*innen in das bestehende System integriert werden. Der Datenschutz bleibt jederzeit gewährleistet, da das System mit einer Multi-Tenant-Architektur in einer ISO zertifizierten Cloud arbeitet. Darüber hinaus unterstützt das Unternehmen Gebäudeeigentümer*innen bei der Beantragung von Fördergeldern sowie beim Einholen der Angebote und kümmert sich um Verträge sowie Anmeldungen und erledigt die Korrespondenz mit allen Dienstleistenden.

Unter anderen setzen bereits die Immobilienverwalter der Berliner Häuser Verwaltungs-GmbH und der leisure investment GmbH auf Mieterstrom-Lösungen von Solarize. Mit Berliner Häuser führt Solarize das Mieterstrommodell auf Gewerbeflächen im Großraum Berlin mit PV-Anlagen mit ca. 1.300 kWp ein. leisure investment profitiert von deutlich höheren Umsätzen aus insgesamt 900 kWp-PV-Anlagen, die Mieter von erheblichen Energiekosteneinsparungen.

Brückenschlag zwischen Hardware und Software

Die Abrechnung von Photovoltaik-Strom in Gewerbepark-Microgrids ist äußerst komplex. Von der Notwendigkeit einer viertelstündigen Strombilanz zur Stromsteuermeldung, bis hin zur Drittmengenabgrenzung und Revisionssicherheit der Sondervertragskundenmessung sahen Vermieter*innen viele Hürden vor sich, bis Frederik Pfisterer, Andi Weiß und Florian Feigenbutz als Founding Team die Idee zu Solarize entwickelten. Solarize nutzt den Brückenschlag zwischen Hardware und Software für gesellschaftliche und ökonomische Entwicklungen:

  • Frederik Pfisterer ist seit 2009 passionierter Softwareunternehmer. Bei Solarize zeichnet er für das Teambuilding und Produktstrategie verantwortlich. Er hat mit Mambu.com bereits eine der erfolgreichsten SaaS-Unternehmensgruppen mit aufgebaut und es im Bereich Start-ups unter die deutschen Unicorns geschafft.
  • Andi Weiß entwickelt seit mehr als zehn Jahren Software und legt den Fokus auf User Experience und Backend-Systeme. Er bringt langjährige Erfahrung aus dem Mobility-Sektor mit.
  • Florian Feigenbutz ist Experte im Bereich Residential Microgrid und setzt seine Expertise in Software-Architektur sowie Metering-Infrastruktur ein. Er kommt ebenfalls aus dem Mobility-Sektor und mit erster Gründungserfahrung zu Solarize.

In das Start-up sind zuletzt zwei Millionen Euro Eigenkapital eingeflossen, mit dem der Marktstart des Solarize Microgrid Operating Systems unterstützt wird. Leadinvestoren sind die Picus Capital GmbH und die Millennium Venture Capital AG. Das Münchner Unternehmen Picus investiert grundsätzlich zu einem frühen Zeitpunkt in junge Firmen, inzwischen mehr als 80 Millionen in rund 60 Start-ups. Zudem sind bei Solarize 10 Business Angels an Bord, die dem Gründerteam Know-how und Kontakte in den Branchen Gewerbeimmobilien, Energie und Software Mehrwert bringen.

„Solarize hat klar die Nachhaltigkeit zum Ziel: Wir bringen die Energiewende in verbrauchsintensiven Gewerbeimmobilien voran und werden uns als erste Adresse im Bereich Mieterstrom für’s Gewerbe etablieren“, sagt Frederik Pfisterer, Gründer und Geschäftsführer von Solarize. „Wir wollen einen aktiven Beitrag zur Energiewende sowie dezentralen Stromerzeugung und -verteilung leisten. Dank unserer SaaS-Lösung profitieren sowohl die Gewerbeimmobilienbesitzer als auch die Mieter.“

Quelle: Solarize / Delia Roscher

Eine Verwendung dieses Textes ist kostenpflichtig. Eine Lizenzierung ist möglich.
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