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Wasserstrategie

Starkes Signal der künftigen Bundesregierung für Wasserstoff

Wasserstoffwirtschaft soll in Zukunft eine herausragende Rolle spielen. Foto: malp/stock.adobe.com

Die künftige Bundesregierung hat nach Einschätzung des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW) mit dem Koalitionsvertrag ein deutliches Signal für Wasserstoff und für eine nationale Wasserstrategie gesetzt.

„Die Tatsache, dass der Koalitionsvertrag ein klares Bekenntnis zur Rolle von Erdgas als unverzichtbarer Energieträger für eine Übergangszeit enthält, die Notwendigkeit der Errichtung moderner Gaskraftwerke unterstreicht und den Aufbau einer Wasserstoffnetzinfrastruktur fördern will, verdeutlicht, wie wichtig Knowhow und Infrastruktur der Gasbranche für das Gelingen einer erfolgreichen Energiewende in Deutschland sind. Das Papier ist ein unmissverständliches Bekenntnis, mit der Gaswirtschaft den Weg in eine Wasserstoffwirtschaft zu beschreiten”, sagt Prof. Dr. Gerald Linke, Vorstandsvorsitzender des DVGW.

Die Anforderung, dass neue Kraftwerke perspektivisch wasserstoffkompatibel sein müssen, bedeutet auch eine Umstellung der für die Stromerzeugung genutzten Technologien sowie einen beschleunigten Umbau der Verteilnetzte. Auf diese Anforderungen hat sich die Gaswirtschaft bereits seit Jahren eingestellt und ist mit einer Vielzahl von Forschungs- und Pilotprojekten erfolgreich.

Deutschland als Vorreiter in Sachen Wasserstoff

„Es kommt nun darauf an, dass aus den vielversprechenden politischen Absichtserklärungen der Ampelparteien in den nächsten Jahren konkrete Gesetze werden. Nur dann kann ein industriell skalierter Wasserstoffmarkthochlauf gelingen. Deutschland hat beste Voraussetzungen, mit Wasserstoff das eigene Land beim Klimaschutz voranzubringen, sich gleichzeitig international zu positionieren und damit seine Spitzenstellung im Export von Zukunftstechnologien auszubauen“, sagt Linke.

Der DVGW entnimmt den Ausführungen des Koalitionsvertrages, dass sich die Betrachtung der Parteien mit Blick auf die Gaswirtschaft über fossiles Erdgas hinausgeht. Diese Erkenntnis ist insofern unerlässlich, da die komplette Infrastruktur für die Nutzung gasförmiger Grund- und Brennstoffe grundlegend ist – angefangen von den Netzen, die Gas von Produzierenden zu Kundin*innen bringen, über die Hersteller von Heizungen und anderen Anlagen bis hin zu Installateur*innen und Handwerker*innen, die die Wärmeversorgung bei Verbraucher*innen planen und errichten. Gasförmige Energieträger werden auch weiterhin einen wichtigen Teil der Energieversorgung übernehmen müssen, selbst wenn die direkte Nutzung elektrischer Energie ausgebaut wird. „Grüne Moleküle werden dringend benötigt, um den weltweiten Energieverbrauch perspektivisch zu decken. Mit einem Anteil von 25 Prozent am deutschen Endenergiebedarf übertrumpft Gas bei weitem den erneuerbaren Stromabsatz. Wird dieser Löwenanteil in Zukunft klimaneutral produziert, etwa über heimische Wasserstofferzeugung oder Importe, trägt dies erheblich zur schnellen Dekarbonisierung bei“, ergänzt der DVGW-Vorstandsvorsitzende.

„Dass die künftige Regierungskoalition im Bund eine zusammen mit den Ländern getragene Nationale Wasserstrategie mit dem Ziel eines integrierten Wassermanagements umsetzen will, findet unsere volle Unterstützung“, ergänzt DVGW-Vorstand Wasser Dr. Wolf Merkel vor dem Hintergrund, dass sich der Klimawandel auch massiv auf die Wasserversorgung auswirkt. „Das angekündigte Gesetzesvorhaben für eine Klimaanpassungsstrategie ist notwendig, um Wasserinfrastrukturen zukunftssicher planen und errichten zu können. Dies wäre ein wichtiger Schritt in Richtung Klimaresilienz der Trinkwasserversorgung.“

Quelle: DVGW / Delia Roscher

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