Solarverband erklärt neues Gesetz und rechnet Rentabilität aus

Leitfaden hilft bei Mieterstrom

Auf deutschen Dächern ist noch viel Platz für Solarmodule. © Ehlerding

Der Bundesverband Solarwirtschaft hat seine Infobroschüre "Geschäftsmodelle mit Mieterstrom" neu aufgelegt. Mit dem kostenlosen Leitfaden will der Verband Stadtwerken und der Immobilienwirtschaft eine Hilfestellung geben, um Mieter und Kunden mit Solarstrom zu versorgen und damit gleichzeitig stärker an sich zu binden.

Rund zehn Millionen Verbraucher nutzen in Deutschland bereits eigene Solaranlagen zur Strom- oder Wärmeproduktion. Auch immer mehr Mieter wollen nach Einschätzung des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) ihren Energiebedarf zu möglichst hohen Anteilen aus vor Ort erzeugter Solarenergie decken.

Seit einigen Wochen verzeichnet der Verband ein wachsendes Interesse der Energie- und Wohnungswirtschaft an der Errichtung von Photovoltaikanlagen auf Mietwohngebäuden und an der Auflage von Mieterstromtarifen. Das wachsende Interesse führt der BSW-Solar auf stark gesunkene Erzeugungskosten für Solarstrom und das von der Bundesregierung im Juli verabschiedete Mieterstromgesetz zurück.

Der BSW-Solar hat zu diesem Anlass die Infobroschüre aktualisiert. Die 56-seitige Leitfaden zeigt, wie die neuen gesetzlichen Regeln wirken, was bei der Planung und Umsetzung von Photovoltaikanlagen auf Wohngebäuden beachtet werden sollte und wie sich die Investition für alle Beteiligten rechnet. Der Leitfaden stellt dar, wie der auf Dächern von Wohngebäuden erzeugte Solarstrom an Letztverbraucher – insbesondere Mieter – im Wohngebäude oder in Wohngebäuden und Nebenanlagen im unmittelbaren räumlichen Zusammenhang ohne Netzdurchleitung geliefert werden kann. Er durchleuchtet das Mieterstromgesetz und beschreibt die Faktoren, die unter den neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen die Wirtschaftlichkeit der lokalen Solarstromversorgung beeinflussen.

Anhand von drei Beispielrechnungen wird die Rentabilität der Anlagen sichtbar und die Hebelwirkung der einzelnen Faktoren hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit der Projekte ablesbar. Ferner werden die für das neue Geschäftsmodell wesentlichen Gesetze – vom Energiewirtschaftsgesetz bis zum Gewerbesteuergesetz – thematisiert und die wichtigen Passagen erläutert. Eigene Kapitel beschreiben die Besonderheiten und Erfahrungen jeweils aus der Sicht der Immobilien- sowie der Energiewirtschaft.

Reale Projektbeispiele helfen als best practice dabei, ein Verständnis und ein Gefühl für die Möglichkeiten der Mieterstrommodelle zu entwickeln. Abschließend werden die Schritte und Prüffragen auf dem Weg zum eigenen Mieterstromprojekt dargestellt. Der Leitfaden wurde im Rahmen des EU-Projekt PV-Financing entwickelt, das mit Mitteln aus dem Forschungsrogramm Horizon 2020 finanziert wurde.

Am 7. September bietet der BSW-Solar dazu außerdem das Webinar "PV-Mieterstromgesetz zum Verstehen und Mitreden: Worauf Sie jetzt bei der Umsetzung achten müssen" an. Quelle: BSW Solar / sue

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