Quartierskonzept für Fördergebiet in Berlin-Adlershof erstellt

Nachhaltig leben im Kiez

Das Logo des Förderprogramms. © Senat von Berlin

In Berlin-Adlershof ist die Dörpfeldstraße mit den anliegenden Wohnstraßen eines der Projektgebiete im Programm "Aktives Zentrum Berlin". Für das gut 60 Hektar große Fördergebiet haben der Ökostromanbieter Naturstrom, das Öko-Zentrum NRW und die auf Nachhaltigkeit spezialisierten Berater von B.A.U.M. Consult eine Analyse des Gebäudebestands sowie der Energie- und Wärmeversorgung erstellt.

Mit dem Städtebauförderprogramm "Aktive Zentren" möchte Berlin neun ausgewählte Kieze wirtschaftlich und strukturell stärken – und das unter Einbindung der Anwohner sowie der Geschäftsleute vor Ort. Neben der Optimierung der Energie- und Wärmeversorgung sind die Revitalisierung der Geschäftsstraße, die bessere Vernetzung mit der Wissenschaftsstadt Adlershof und die Neuregelung des Straßenraums die zentralen Entwicklungsziele.

Für das historisch gewachsene Geschäfts- und Wohnviertel haben die Partner nun eine Analyse vorgelegt. "Nach umfassender Begutachtung des Ist-Zustandes und des Potentials des Viertels entwickeln wir konkrete Handlungsempfehlungen zur Optimierung der Energie- und Wärmeerzeugung sowie des Energie- und Wärmeverbrauchs", erklärt Manfred Rauschen, Geschäftsführer des Öko-Zentrums NRW. "Unsere Zielsetzung dabei: Alle vorgeschlagenen Maßnahmen sollen einfach umsetzbar und wirtschaftlich sinnvoll sein."

In ihrer Analyse haben die drei Partner insbesondere die Wärmeerzeugung und den Wärmeverbrauch des Quartiers unter die Lupe genommen. "Die Optimierung der vorhandenen Heiztechnik kann ein erster Schritt sein, um den Wärmeverbrauch in dem Kiez zu senken", sagt Thilo Jungkunz, Geschäftsbereichsleiter Dezentrale Energieversorgung bei Naturstrom. "Außerdem sehen wir in den Bereichen Nahwärme und Solarthermie großes Potenzial für die nachhaltige Wärmebelieferung des Kiezes. Im kommenden Projektbaustein werden wir untersuchen, inwiefern sich der Anschluss eines Quartiersnahwärmenetzes an das bestehende Fernwärmenetz oder eine autarke Lösung wirtschaftlich lohnt. Auf zahlreichen geeigneten Dachflächen rund um die Dörpfeldstraße könnten zudem Solarthermieanlagen entstehen, die emissionsfreie Wärme liefern."

Auch in puncto Stromerzeugung gibt es Optimierungsmöglichkeiten: "Unsere Analyse hat aufgezeigt, dass in dem Quartier noch großes Potential für Dach-Photovoltaikanlagen besteht", berichtet Naturstrom-Vorstand Tim Meyer. Mit weiteren Solarmodulen könnte klimafreundlicher und kostengünstiger Strom direkt vor Ort erzeugt und verbraucht werden – entweder direkt vom Eigentümer des Gebäudes, oder aber als Mieterstrom. Quelle: Naturstrom / sue

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