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Klimarunde BAU

Klimarunde BAU positioniert sich für Klimaziel

Die Partner der Klimarunde BAU sind sich einig im Ziel, Klimaneutralität im Bausektor zu erreichen. Foto: Unsplash

Die Klimarunde BAU hat am 1. Juni 2021 ein Positionspapier zum klima- und ressourcenschonenden Bauen veröffentlicht. Das Bündnis aus Verbänden und Organisationen betont, dass die Klimawende am Bau nur mit ganzheitlichen und technologieoffenen Lösungen gelingen kann.

Die Umsetzung der Klimaziele erfordere eine engere Zusammenarbeit aller Beteiligten. Mit der Initiative Klimarunde BAU bekennen sich die zentralen Akteure der Wertschöpfungskette „Planen und Bauen“ zu der Notwendigkeit einer sektorübergreifenden Initiative. Gemeinsam wollen die Partner*innen der Klimarunde BAU mit ihren Unternehmen und deren Beschäftigten einen angemessenen Beitrag für den Klima- und Ressourcenschutz leisten.

Das größte Potenzial für Klimaschutz im Bau- und Immobilienbereich sieht die Klimarunde BAU im Bestand. Daher fordert sie Maßnahmen für eine signifikante Steigerung der Sanierungsrate. Eine möglichst umfassende Betrachtung der Treibhausgasemissionen über den Lebenszyklus von Bauwerken könne sowohl im Bestand als auch beim Neubau Emissionen gezielt sparen. Alle klimaschutzpolitischen Maßnahmen müssten dabei unter Berücksichtigung der ökonomischen und soziokulturellen Aspekte sowie der technischen und baukulturellen Qualität getroffen werden.

Der erforderliche Innovationsschub hin zu einem „Ökosystem nachhaltigen Planens und Bauens“ würde zudem nicht mit starren Regulierungen, sondern durch marktwirtschaftliche Impulse zur Entwicklung von Nachfrage und Angebot erreicht. Daher müssen der Klimarunde BAU nach Bewertungssysteme deutlich transparenter und einfacher in der Anwendung werden, um attraktiver für Bauherren und Unternehmen zu sein. Zudem sei ein technologieoffener Wettbewerb für alle Baustoffe und -verfahren unabdingbar.

 

In der Klimarunde BAU sind die folgenden Kammern und Verbände zusammengeschlossen:

 

Die Positionen der Klimarunde BAU im Überblick

Technologieoffenheit gewährleisten

Die Herausforderungen für den Bau sind ganz klar die Schaffung von Wohnraum und Infrastrukturen. Dabei soll Wohnraum nicht nur bedarfsgerecht und bezahlbar sein, sondern muss auch alle gesetzlichen Anforderungen erfüllen. Um vor allem nachhaltiges Bauen voranzutreiben, benötigt es laut der Klimarunde BAU einen technologie- und baustoffunabhängigen Wettbewerb: „Dabei bedarf es keiner gesetzlich festgelegten Quote für einen Baustoff, sondern Produktneutralität in den Ausschreibungen.“ Wichtig seien Bewertungssysteme mit Fokus auf Erfüllung der Nachhaltigkeitskriterien, ohne Wettbewerbseinschränkungen durch gesetzliche Vorgaben.

 

Lebenszyklus betrachten

Im Positionspapier fordert die Klimarunde BAU eine Bewertung der Umweltauswirkungen von Bauwerken auf einer Lebenszyklusbetrachtung. Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) beispielsweise sind ausschließlich auf Energieeffizienz zugeschnitten, um Klimaneutralität zu erreichen, müssten die CO2/THG-Emissionen über den gesamten Lebenszyklus betrachtet werden. Ein Lebenszyklus geht von der Herstellung und Nutzung der Gebäude bis zum Abbruch und zur Entsorgung.

Eine ganzheitliche Bewertung der Nachhaltigkeitsperformance von Bauwerken müsse daher attraktiver werden. Dies setze voraus, dass Bewertungssysteme überarbeitet und wesentlich einfacher in der Anwendung gestaltet werden. Um die Ziele im Klima- und Umweltschutz sowie der Nachhaltigkeit fordern der Klimarunde BAU nach einen „Paradigmenwechsel in der Zusammenarbeit der handelnden Akteure, um das gesamte Knowhow der Wertschöpfungskette nutzen zu können.“

 

Sanierungsrate erhöhen

Die Klimarunde BAU weist in dem Positionspapier auf die zu niedrige Sanierungsrate hin. Diese reiche nicht aus, um die von der Bundesregierung angestrebten CO2-Emissionen im Gebäudesektor zu senken. Um den Gebäudebestand zeitnah umfangreich zu sanieren und so Voraussetzungen für die vollständige Nutzung erneuerbarer Energien und damit Klimaneutralität zu schaffen, müssen Hemmnisse beseitigt und einfache, unbürokratische Angebote geschaffen werden. Die Klimarunde Bau setzt sich für folgende Optimierungen ein, die die Sanierungsrate steigern sollen:

  • Steuerliche Rahmenbedingungen für alle Gebäudetypologien verbessern
  • Ganzheitlich fördern, Sanierungsfahrpläne stärken
  • Besondere Anreize für aufwendige Maßnahmen setzen
  • Erweiterung der Förderlandschaft in Richtung Marktentwicklung

 

Die Positionen der Klimarunde BAU finden Sie zum Download unter www.klimarunde-bau.de.

Quelle: Bundesingenieurkammer (BIngK) / Delia Roscher

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