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Ressourcen schonen mit der Kombination von Photovoltaik und Wärmepumpe

Hauskraftwerk deckt Großteil des Energiebedarfs

Familie Popp erzeugt mit einer Photovoltaik-Anlage und einer Wärmepumpe Energie für den Haushalt, die Raumheizung und das warme Wasser sowie das Elektroauto. © Gerhard Popp

In Franken erzeugt die Familie Popp mit einer Photovoltaik-Anlage und einer Wärmepumpe Energie für Haushalt, Wärme und Elektroauto. Ihr Beispiel zeigt, wie mit einem Hauskraftwerk der überwiegende Teil des gesamten Energiebedarfs solar gedeckt werden kann.

Rund 200.000 Heimspeicher sind in Deutschland installiert, teilte der Bundesverband Solarwirtschaft vor kurzem mit. Wärmepumpen sind in Neubauten mittlerweile die erste Wahl. Gerhard Popp hat diese Entwicklung vom Heizen mit Öl und Gas hin zu Photovoltaik und Wärmepumpe über die Jahre mitverfolgt. Als der Wirtschaftsingenieur für den Ruhestand ein neues Haus bauen wollte, war für ihn klar, dass er diese Kombination nutzen will. „Ich wollte Ressourcen sparen und das kann man mit Photovoltaik und Speicher sehr gut“, begründet er seine Entscheidung. 5.200 Kilowattstunden Strom verbraucht die Wärmepumpe im Jahr, das entspricht 520 Litern Heizöl. Für sein altes, etwas kleineres Haus brauchte er mehr als 5.000 Liter Heizöl. Mit dem Hauskraftwerk des Herstellers E3/DC kann er mehr als die Hälfte des Strombedarfs für die Wärmepumpe, den Haushalt und das Elektroauto solar decken. Diesen Anteil will er noch weiter ausbauen.

Entscheidung für Sole-Wasser-Wärmepumpe

Für die Heizung und Erwärmung des Dusch- und Trinkwassers entschied er sich für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe mit vier bis zu 100 Meter tief reichenden Erdsonden. Die Wärme wird in einem 1.000 Liter-Pufferspeicher zwischengespeichert. Außerdem gibt es eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, die ganzjährig in Betrieb ist. Für die Stromversorgung wurde eine Photovoltaik-Anlage mit 9,86 Kilowatt peak Spitzenleistung installiert. Für die Stromspeicherung hat Popp das dreiphasige Hauskraftwerk S10 E. Als er die Photovoltaikanlage im August 2018 in Betrieb nahm, betrug die Netto-Speicherkapazität der Akkus 10,56 Kilowattstunden. Schnell bemerkte er, dass er von der tagsüber erzeugten überschüssigen Energie nachts noch mehr gebrauchen könnte. Deshalb erweiterte er sein Hauskraftwerk im Juni 2019 mit einem weiteren Batteriemodul auf 15,84 Kilowattstunde Nettokapazität.

Der Verbauch in Zahlen

Rund 13.000 Kilowattstunden Strom benötigt die Familie in einem Jahr. Davon verbraucht der Haushalt inklusive einer Sauna 55 Prozent, die Wärmepumpe 40 Prozent und das Elektroauto bisher fünf Prozent. 53 Prozent des Strombedarfs deckt die PV-Anlage ab, die sich zu 32 Prozent aus direkter und zu 21 Prozent aus indirekter (Speicherentladung) Deckung zusammensetzen. 47 Prozent kommen aus dem Stromnetz.

Über den betrachteten Zeitraum hinweg erzeugte die Photovoltaikanlage mit knapp 10 Kilowatt peak Spitzenleistung rund 11.850 Kilowattstunden im Jahr, das entspricht 1.200 Kilowattstunde/Kilowatt peak. „Der Ernteertrag von der PV-Anlage war sicher begünstigt durch den sonnigen Herbst 2018 und den ertragreichen Sommer 2019“, sagt Popp zufrieden. 36 Prozent des Solarstroms konnte die Familie direkt verbrauchen, 26 Prozent gingen in den Speicher. 38 Prozent speiste Popp zum EEG-Tarif in das Stromnetz ein.

Solarstrom fürs Auto nutzen

Das E-Auto der Familie hat einen 17,5 kWh-Akku. Dieser wird ausschließlich zuhause geladen. Aktuell zeigt der Tacho 7.500 Kilometer an. „2019 und 2020 habe ich für die 7.500 Kilometer insgesamt rund 1.050 Kilowattstunde geladen, davon rund 705 Kilowattstunde direkt von der PV-Anlage, das sind 67 Prozent“, berichtet Popp im Juni 2020. Wie seine Auswertung zeigt, konnte er die Eigenversorgung mit Solarstrom schon von 53 Prozent (vom 1. August bis 31. Dezember 2018) auf 58 Prozent im Jahr 2019 auf 64 Prozent in der ersten Jahreshälfte 2020 steigern. Quelle: E3/DC / al

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