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Umfrage

Ein Viertel der Hauseigentümer*innen plant eigene Solaranlage

Solarenergie wird immer beliebter. Foto: Solarwatt

Ein Viertel der deutschen Hauseigentümer*innen plant in den kommenden sechs bis zwölf Monaten die Installation einer eigenen Photovoltaik-Anlage. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Erhebung, die Solarwatt gemeinsam mit dem Hamburger Marktforschungsinstitut Appinio durchgeführt hat.

Aus der Studie geht hervor, dass aktuell nur etwa 16 Prozent der Hauseigentümer*innen ihren Strom zumindest in Teilen selbst erzeugen, beispielsweise durch eine eigene Solaranlage und beziehungsweise oder durch eine eigene Windkraftanlage. 25 Prozent der Haushalte, die bisher keine eigene Photovoltaik-Anlage nutzen, wollen allerdings schon in den kommenden zwölf Monaten auf eine Versorgung mit sauberem Solarstrom umsteigen. Auf Deutschland bezogen entspricht das rund 3,5 Millionen Einfamilienhäusern.

Starke Solarindustrie in Europa, um hohe Nachfrage zu bedienen

Im vergangenen Jahr wurden rund 200.000 Solaranlagen auf den Dächern deutscher Einfamilienhäuser verbaut. Damit ist die Zahl auf insgesamt etwa zwei Millionen Anlagen gestiegen. 14 Millionen Dächer werden hierzulande bisher nicht zur Stromversorgung genutzt. Sollte die Nachfrage auch nur annähernd in dem Maße steigen, wie es die Solarwatt-Studie vorhersagt, würde das die Branche vor gewaltige Herausforderungen stellen, meint Geschäftsführer Detlef Neuhaus: „Die Nachfrage auf Kundenseite nimmt kontinuierlich zu, was natürlich eine tolle Sache ist. Wir müssen aber in Deutschland und Europa die Solarbranche dringend weiter stärken, um den Bedarf auch abdecken zu können. Dafür brauchen wir mehr Wertschöpfung hier vor Ort, mehr Installationskapazitäten und weniger Bürokratie bei der Umsetzung der Anlagen.“

Auch Großteil der Mieter*innen will grünen Strom

Für Hauseigentümer*innen, die aktuell schon auf Solarstrom setzen, ist das Hauptargument dafür laut der Solarwatt-Studie das Einsparpotenzial bei den Energiekosten (68 Prozent). Darauf folgt eine größere Unabhängigkeit vom Energiemarkt (54 Prozent) und die Möglichkeit, etwas für die Umwelt zu tun (53 Prozent). Der Umweltaspekt ist dabei nicht nur Hauseigentümer*innen wichtig: Über drei Viertel der Mieter*innen, die ihre Energie ausschließlich von einem Stromanbieter beziehen, ist wichtig, dass ihr Strom aus erneuerbaren Energiequellen kommt. Bei acht Prozent der deutschen Mieter*innen erzeugt der Vermieter oder die Vermieterin zumindest einen Teil des verwendeten Stroms selbst durch eine Solaranlage, eine Windkraftanlage oder ein Blockheizkraftwerk. Sechs Prozent der Mieter*innen verfügen über eine eigene PV-Balkonanlage.

Steigende Energiekosten: Ukraine-Krieg als Hauptgrund

87 Prozent der Befragten nehmen aktuell aktiv wahr, dass die Energiekosten in den vergangenen Wochen stark gestiegen sind. Als Hauptgründe werden der Ukraine-Krieg (70 Prozent), die generelle Inflation (61 Prozent) sowie die politischen Rahmenbedingungen (52 Prozent) genannt. „Die hohen Energiekosten machen sich aktuell auch bei den Anfragen bemerkbar, die uns über unsere Installationspartner und über unseren Kundenservice erreichen. Die Zahlen sind in den vergangenen Tagen und Wochen regelrecht in die Höhe geschossen - und nicht nur bei uns, sondern in der gesamten Branche. Immer mehr Kunden wollen sich durch eine eigene Solaranlage unabhängiger von Öl und Gas machen“, sagt Detlef Neuhaus.

Für die Solarwatt-Studie hat Appinio insgesamt 2.002 Menschen (1.000 Eigentümer*innen, 1.002 Mieter*innen) in Deutschland befragt. Die online durchgeführte Erhebung fand zwischen dem 7. und 8. März dieses Jahres statt.

Quelle: Solarwatt / Delia Roscher

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