Energetische Gebäudesanierung nach der Bundestagswahl

Bündnis fordert Steuerförderung

Dena-Chef Andreas Kuhlmann gehört zu den Unterstützern der Initiative. © Dena

Die neue Bundesregierung soll eine attraktive Steuerförderung für energetische Sanierungsmaßnahmen aufsetzen, um eine Modernisierungsoffensive bei selbstgenutzten Ein- und Zwei-Familienhäusern und Wohnungen auszulösen. Diese Forderung hat ein Bündnis aus Verbänden und Organisationen an die Politik gerichtet und ein konkretes Steuermodell vorgeschlagen.

Der Vorschlag sieht in der Anfangsphase vor, dass 30 Prozent der Sanierungskosten über einen Zeitraum von drei Jahren von der Steuerzahlung abgezogen werden. Der Bundesverband der Deutschen Industrie, der BDEW, die Deutsche Energie-Agentur, DGB, ZDH, die BDI-Initiative "Energieeffiziente Gebäude" und die Geea fordern die Parteien, die die neue Bundesregierung tragen werden, auf, diesen Vorschlag in den Koalitionsvertrag aufzunehmen und die Maßnahme zügig umzusetzen.

Damit Deutschland seine ambitionierten Klimaziele erreichen kann, müssten endlich die großen CO2- und Energieeinsparpotenziale bei Gebäuden mobilisiert werden, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung. "Der psychologische Effekt des Steuersparens ist ein unvergleichlich starker Hebel, der im bisherigen Fördermix fehlt", glauben die Vertreter des Bündnisses. Es werde ein Instrument benötigt, das attraktiv, technologieoffen und einfach umsetzbar ist, damit es die geforderte Wirkung entfaltet. Nur so werde der Stillstand bei der energetischen Gebäudesanierung überwunden und das Sanierungstempo nachhaltig gesteigert.

Auf den Gebäudesektor in Deutschland entfallen immer noch über 40 Prozent des Primärenergieverbrauchs und über 30 Prozent des CO2-Ausstoßes. Bei einem Großteil der rund 16 Millionen Ein- und Zweifamilienhäuser besteht erheblicher Sanierungsbedarf, stellt das Bündnis fest. Die Sanierungsquote stagniere seit Jahren bei unter einem Prozent.

Angesichts der inländischen Wertschöpfung von über 80 Prozent im Gebäudebereich würde eine steuerliche Förderung zu einem starken Konjunkturschub – insbesondere bei Mittelstand und Handwerk – führen. Zusätzliches Wirtschaftswachstum sowie Sicherung und Neuschaffung von Arbeitsplätzen wären die Folgen. Quelle: Dena / sue

Eine Verwendung dieses Textes ist kostenpflichtig. Eine Lizenzierung ist möglich.
Bitte nehmen Sie bei Fragen Kontakt auf.

Kommentare (0)

Bisher keine Kommentare!

Neuen Kommentar schreiben

(wird nicht veröffentlicht)

Bitte tragen Sie hier die im Bild dargestellte Zeichenfolge ("Captcha") ein.
Dies dient der Vermeidung von Spam.

CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.