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Bundesverband Solarwirtschaft fordert Nachbesserungen bei Solarausbau

Anteil der Solarenergie soll auf 98 Gigawatt steigen

Verband fordert mehr Schwung für Solarausbau. © ABG

Die Bundesregierung hat beschlossen, die Photovoltaik-Leistung bis zum Jahr 2030 auf 98 Gigawatt zu verdoppeln. Zwar begrüßt die Solarbranche diese Entscheidung. Der geplante Zubau der Erneuerbaren Energien reiche aber nicht aus, um die Klimaziele zu erreichen.

Gegenüber den bereits im September verabschiedeten Eckpunkten hat die Bundesregierung ihre Pläne zum Ausbau der Photovoltaik konkretisiert. Demnach strebt sie an, bis 2030 den Anteil der Solarenergie an der Stromversorgung von derzeit rund 49 Gigawatt (GW) auf 98 GW und damit rund 17 Prozent zu verdoppeln.

Die Solarbranche begrüßt die Pläne zur Aufstockung der Solarenergie-Ausbauziele im Rahmen des Klimaschutzprogramms 2030. „Dieses Etappenziel müssen wir bereits in der Hälfte der Zeit – Mitte der 20er Jahre – erreichen, wenn wir die Klimaziele ernst nehmen“, appelliert Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) an die Politik. Er fordert die Bundesregierung auf, noch im Herbst Marktbarrieren wie den 52 GW-Förderdeckel zu beseitigen und die Ausbauziele im Erneuerbaren-Energien-Gesetz entsprechend anzuheben. Denn der geplante Zubau der Erneuerbaren Energien reicht weiterhin nicht aus, um die Klimaziele zu erreichen und den Atom- und Kohleausstieg zu kompensieren.

Im Wärmesektor verstärkt tätig werden

Zu wenig erbringt die Bundesregierung nach Einschätzung des BSW auch im Wärmesektor. Die angekündigte Verbesserung der Förderkonditionen für den Einsatz von Erneuerbare-Energien-Heizungen sei zu begrüßen und müsse zur Vermeidung von Attentismus schnell umgesetzt werden. Ohne verbindliche Mindeststandards zur Nutzung Erneuerbarer Energien bei der Heizungssanierung und ohne eine angemessene Bepreisung von Kohlendioxidemissionen würden Öko-Heizungen weiter eine Ausnahme bleiben.

Insgesamt gehe die Bundesregierung mit ihren Plänen in die richtige Richtung. Die Schritte bedürften aber dringend weiterer Nachbesserungen und einer schnellen gesetzlichen Konkretisierung. Andernfalls sei die Versorgungssicherheit mit klimafreundlicher Energie bereits Mitte der 2020er Jahre ernsthaft in Gefahr. Davor hatte jüngst ein Gutachten von Bonner Marktforschern gewarnt, das im Auftrag vom BSW und der Innovationsplattform The smarter E Europe erstellt wurde. Dieses warnt vor einer Erzeugungslücke und weist daraufhin, dass eine Verdreifachung des Solarzubaus in den nächsten zehn Jahren erforderlich ist. Quelle: BSW/al

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