Gehackte Systeme haben hohes Schadenspotential

Smart Home stößt auf Datenschutzbedenken

Viele Smart-Home-Lösungen stoßen bei Nutzern auf Datenschutzbedenken. ©  Digitalstrom

Smart Home, die Vernetzung von Wohnungen und Wohngebäuden, ist im Kommen. Allerdings ist die vernetzte Steuerung von Raumtemperatur, der elektronischen Sicherungstechnik oder anderer Komponenten immer noch eher ein Nischentrend. Ein Grund sind die Datenschutzbedenken der Wohneigentümer. 

Dies zeigen erste Vorabergebnisse der BauInfoConsult Jahresanalyse 2017/2018. Beim Thema Datensicherheit stehen bei Smart Home zwei verschiedenen Bereiche im Blickpunkt. Zum einen das klassische Hacking von Systemen, bei dem Dritte direkten Zugriff auf die Smart Home-Systeme erhalten. Dass über solche gehackten Systeme großer Schaden für den Gebäudenutzer entstehen kann ist einleuchtend - man denke da nur an manipulierte Stromzähler oder etwa an Rollläden, die geöffnet werden, um Einbrechern den Zutritt zu erleichtern.

Der zweite Bereich betrifft den Datenschutz. Hier könnten manipulierte Smart Home-Systeme dazu verwendet werden, um Bewegungsprofile der Bewohner zu erstellen - das kann bis zu einer Art von Überwachung ausgeweitet werden. Doch natürlich sind das Worst-Case-Szenarien.

Das Marktforschungsinstitut BauInfoConsult hat im Rahmen der jährlich erscheinenden Branchenstudie Jahresanalyse 284 Bauakteure (141 Architekten und 144 SHK-Installateure) in telefonischen Interviews gefragt, ob ihre Kunden Datensicherheitsbedenken bei Smart Home haben. Immerhin 31 Prozent der Bauakteure gehen davon aus, dass ihre Kunden sich durchaus mit derlei Datenschutzbedenken tragen. Diese Einschätzung der Bauprofis bestätigen die Ergebnisse anderer aktueller Studien, in denen gut ein Drittel der dort direkt befragten Endkunden angaben, dass sie sich um Hackerangriffe auf Smart Home-Systemen sorgten.

Positiv bleibt jedoch anzumerken, dass 43 Prozent der Bauakteure bei ihren Endkunden keine Befürchtungen in Bezug auf die Datensicherheit bei Smart Home feststellen können. Dennoch sind die Hersteller gut beraten das Thema Datensicherheit nicht aus den Augen zu verlieren: Sollten einmal massive Probleme in diesem Bereich auftreten, könnte dies im schlimmsten Fall dazu führen, dass die Verbraucher das Vertrauen in die gesamte Technologie verlieren. Quelle: Bauinfoconsult / pgl

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