Tipps um Virenbelastung zu senken, Energie zu sparen und Schimmel zu vermeiden

Richtig lüften im Winter

Die Balance zwischen angenehmer Wärme und optimalem Raumklima kann in der kalten Jahreszeit je nach Wohnraum eine Herausforderung darstellen. Regelmäßiges Lüften ist notwendig, gerade in Zeiten der Corona-Pandemie, um Feuchte- und Schimmelschäden sowie schlechte Luft zu vermeiden.

In älteren Gebäuden etwa findet zwischen Außen und Innen bereits ein natürlicher Luftaustausch statt, da die Gebäudehülle nicht komplett dicht ist. Dabei droht jedoch der ungewollte Verlust wertvoller Wärme. In neueren Bauwerken ist meist das Gegenteil der Fall: Es findet kein ungewollter Luftaustausch mehr statt. Das spart zwar Heizkosten, verschlechtert jedoch das Raumklima. Zusätzlich kondensiert häufig die warme Raumluft in der verhältnismäßig kühleren Fensterumgebung. Kondenswasser ist dabei ein idealer Nährboden für Schimmel, der schädlich für die Gesundheit ist.

Zum richtigen Lüften gibt Raumluftexperte Sven Hübner des Systemanbieters Wolf daher ein paar Tipps für ein gutes Raumklima. Darunter ist regelmäßiges Lüften die Nummer eins. Bewohner sollten mindestens zwei Mal täglich – morgens und abends – richtig lüften. Sind tagsüber Menschen in der Wohnung, empfiehlt er drei- bis fünfmal am Tag für mindestens fünf Minuten Stoßzulüften.

Querlüften ist am effizentesten

Querlüften ist dabei eine der effizientesten Maßnahmen, um Luft schnell auszutauschen. Dazu werden die gegenüberliegenden Fenster und Türen von Räumen gleichzeitig geöffnet. Auf diese Weise geht weniger Wärme verloren als beim dauerhaft gekippten Fenster. Im Winter gelangt statt der Feuchtigkeit vor allem Heizwärme nach draußen.

Bei schlecht isolierten Altbauten dringt Wärme ganz automatisch nach außen und die Heizkosten fallen höher aus. Aus diesem Grund sollten die Bewohner im Winter maximal zweimal täglich für nur fünf Minuten richtig durchlüften.

Insgesamt sollte Kondenswasser auf Fliesen, an Fenstern oder anderen Oberflächen mit einem Lappen beseitigt werden. Ansonsten bleibt trotz Lüftung überflüssige Feuchtigkeit im Raum.

Zwangsläufig gehe ein großer Teil der Energie verloren und die Heizkosten steigen, sagt der Experte. Daher könne sich die Investition in eine Wohnraumlüftung langfristig lohnen. Während diese bei Neubauten inzwischen zum Standard zählt, kann beim Sanieren eine dezentrale Lösung nachgerüstet werden. Quelle: Wolf GmbH / al

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