Wärmerückgewinnungspotenzial soll voll ausgeschöpft werden

Inventer nutzt Erkenntnisse aus der Raumfahrt

Der Inventron hat ein Doppel-Luftleitwerk. © Inventer

Für die Inventron-Technologie nützt Lüftungsspezialist Inventer Erkenntnisse aus dem Luft- und Raumfahrtbereich.

Zur BAU 2017 präsentiert Lüftungsspezialist Inventer die Inventron-Technologie für dezentrale Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung. Hierzu überträgt das Thüringer Unternehmen Erkenntnisse aus dem Luft- und Raumfahrtbereich auf seine dezentralen Lüftungsanlagen.

"Aerodynamik und Strömungstechnik sind die Pfeiler dieser Branchen", sagt Geschäftsführerin Annett Wettig und erklärt weiter: "Erkenntnisse aus der Strömungslehre sind auch für unsere Reversierventilatoren und luftberührten Elemente relevant. Daher haben wir ein Bauteil entwickelt, welches die Verfahren zur Vergleichmäßigung von Luftströmen aufgreift und diese gezielt zerlegt und ausrichtet." Derzeit wird die neue Technologie in ein erstes Lüftungsgerät integriert und ab Januar auf den Markt gebracht.

Bei der Technologie wird der Reversierventilator, der gemeinsam mit dem Keramikwärmespeicher das Herzstück eines jeden iV-Lüftungssystems darstellt, zwischen luftführende Elemente gebettet. Da ein Reversierventilator seine Laufrichtung zyklisch ändert, ist bei einem reversierenden Lüftungssystem mehr als ein Luftleitwerk erforderlich. Inventron ist daher als Doppel-Luftleitwerk konzeptioniert und eliminiert dank der gezielten Strömungsausrichtung den sogenannten Totwasserbereich in beiden Luftrichtungen.

Die Besonderheiten von periodischen Zuluft- und Abluftmodi wurden bei der Entwicklung berücksichtigt. Als Totwasser werden auch beim Medium Luft nicht durchströmte Bereiche bezeichnet. Diese treten bei dezentralen Lüftungssystemen mit Reversiertechnik insbesondere hinter der Ventilator-Narbe auf, was von essenzieller Bedeutung ist, da sich direkt hinter dem Ventilator der Wärmespeicher befindet. Durch den Einbau wird die gesamte Keramik nun mithilfe des Doppel-Luftleitwerks effektiv durchströmt und erstmals das volle Wärmerückgewinnungspotenzial komplett ausgeschöpft.

Das Prinzip reversierender Lüftungssysteme

Bei der kontrollierten Wohnraumlüftung von Inventer sind zwei Lüftungsanlagen paarweise im Einsatz. Über eines der Geräte wird die verbrauchte warme Raumluft abgeführt. Zeitgleich wird über das andere Gerät frische Luft von außen zugeführt. Alle 70 Sekunden wechseln die Lüfter mithilfe eines Reversierventilators ihre Drehrichtung. Diese zwei Luftstromrichtungen erfordern den Einsatz des Doppel-Luftleitwerks Inventron, welches exakt auf den Wechsel von Zu- und Abluftmodi zugeschnitten ist. Im Herzen des Lüftungssystems befindet sich ein Keramikwärmespeicher, der die Wärme der Raumluft aufnimmt, speichert und nach dem Wechsel der Drehrichtung an die Zuluft abgibt. Die Wärme geht somit nicht verloren und wird wieder zurückgeführt. Quelle: Inventer / bba

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