Vor über 30 Jahren wurde das KNX-Protokoll geschaffen, damit in der Haus- und Gebäudetechnik verschiedene Anwendungen unterschiedlicher Anbieter besser miteinander kommunizieren konnten. Ziel waren die robuste Interoperabilität zwischen einzelnen Produkten sowie die garantierte Rückwärtskompatibilität zwischen Systemen.

Doch bereits damals war klar, dass sich KNX auf dem Weg von intelligenten Gebäuden hin zu intelligenten Städten nicht allein auf die klassischen KNX-Twisted Pair-Verbindungen (TP) verlassen konnte, sondern sich auch der IP-Welt und dem Thema IoT öffnen musste.

Da sich durch diese Verbindung zur Außenwelt auch die Sicherheitsrisiken erhöhen würden, wurde KNX Secure entwickelt, das duch die Verschlüsselung von Daten, Telegrammen und Nutzerdaten sowie eine erforderliche Authentifizierung vor unberechtigtem Zugriff schützt.

Neben vielen anderen Diensten wurde erst kürzlich der Service KNX IoT Third Party API eingeführt, der die Cloud-Integration mit einer bidirektionalen Kommunikation zwischen KNX und Drittanbietern kombiniert, wodurch Cloud-Anwendungen bei Bedarf Informationen abrufen können.

Die neuen Möglichkeiten sind vielfältig: Die Kombination von KNX classic, KNX net/IP, KNX IoT Third Party API und KNX IoT Point API mit der Semantik des KNX-Informationsmodells erlaubt es KNX-Systemen, mit anderen Welten zu interagieren und so viele neue Geschäftsmöglichkeiten für Drittanbieter zu eröffnen.

Dazu könnten etwa die automatische Benachrichtigung externer Pflege- oder Wartungsdienste gehören, die Integration meteorologischer Daten zur Optimierung des Komforts oder ein integriertes Energiemanagement, das dem lokalen Stromerzeugungssystem die direkte Kommunikation mit dem regionalen Energieversorger ermöglicht.

Bereits heute gibt es eine Reihe von KNX-IP-Produkten und -Lösungen, von IP-Schnittstellen, Routern und Servern bis hin zu Sprachassistenten und Visualisierungssystemen, die ganz neue Projekte im Wohn- und gewerblichen Bereich ermöglichen.