Heizung und Warmwasser
Quelle: Pia Grund-Ludwig

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Energieeffizienz

Zwei aktuelle Förderprogramme für Bestandsgebäude

Eine Investition in eine gute Wärmeversorgung lohnt sich. Foto: Wärme+ / AEG_EHT

Bauen und Wohnen kann teuer sein, wenn veraltete Haustechnik eingesetzt wird. Manchmal muss es aber nicht gleich der Austausch der kompletten Heizungsanlage sein, damit das Haushaltsbudget geschont wird, auch kleinere Maßnahmen können schon einiges bringen. Insbesondere, wenn sie mit Geld vom Staat unterstützt werden, so wie der Austausch eines in die Jahre gekommenen elektrischen Durchlauferhitzers durch ein effizientes vollelektronisches Gerät oder die Aufrüstung einer älteren Speicherheizung mit einer geregelten Aufladesteuerung. Manche scheuen sich vor der scheinbaren Unübersichtlichkeit. Die Fördergelder können aber leichter als gedacht erhalten werden.

Beide Förderungen können bei der Gesellschaft für Energiedienstleistungen (GED) in Berlin beantragt werden. Sie sind Teil des groß angelegten Förderprogramms "STEP up! – Stromeffizienzpotentiale nutzen" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Noch bis Ende 2021 bis zu 100 Euro Zuschuss erhalten

Energie und damit Kosten im Bad oder an der Küchenspülesparen und sich noch dazu Geld vom Staat sichern, das kann jeder, der seinen veralteten elektronischen Durchlauferhitzer gegen ein modernes vollelektronisches Gerät austauscht. Aber Achtung: Das Förderprogramm läuft nur noch bis Ende dieses Jahres. Wer sich die 100 Euro Zuschuss holen will, sollte sich also beeilen. Wichtig ist, sich vor der Installation des neuen Durchlauferhitzers auf der Website www.foerderung-durchlauferhitzer.de zu registrieren. Dort gibt es auch einen Überblick über die förderfähigen Gerätemodelle sowie eine Handwerkersuche. Denn die Prämie gibt es nur, wenn ein Fachbetrieb den Austausch vornimmt und der Auftraggebende die Handwerkerrechnung einreicht sowie die Entsorgung dokumentiert. Der Austausch macht sich auch langfristig bezahlt: Mit einem effizienten Komfort-Durchlauferhitzer mit vollelektronischer Leistungs- und Warmwassermengenregelung lassen sich rund 20 Prozent Energie einsparen.

Speicherheizung effizient aufrüsten und Fördergelder sichern

Die Heizung hat sicherlich in den kommenden Wochen noch Pause, doch die kühlen Tage rücken so langsam näher. Deshalb ist gut beraten, wer jetzt noch einmal die Heizungsanlage überprüft und sie gegebenenfalls für die kommende Heizperiode fit und vor allem energieeffizient macht. Interessant ist das vor allem auch für Wohnungseigentümer/innen und Mieter/innen, die mit Elektro-Speicherheizungen heizen. „Sie können von einer staatlichen Förderung profitieren, wenn sie diese Wärmespeicher effizient aufrüsten“, sagt Michael Conradi von der Initiative Wärme+. „Rund 50 Prozent der elektrischen Speicherheizungen in deutschen Haushalten arbeiten ungeregelt und verbrauchen dadurch zu viel Energie.“ Effizienter arbeiten ältere Elektroheizungen, wenn sie mit einer modernen Aufladesteuerung, ergänzt entweder durch einen Witterungsfühler oder ein Gateway zur Online-Wetterprognose, ausgestattet werden.  Diese Aufrüstung unterstützt die Gesellschaft für Energiedienstleistungen aus Berlin je nach gewählter Konfiguration mit einem Zuschuss von 200 beziehungsweise 300 Euro pro Maßnahme und Wohneinheit. Informationen und den Förderantrag gibt es unter www.foerderung-waermespeicher.de. Die Förderung ist Teil des Förderprogramms "STEP up! – Stromeffizienzpotentiale nutzen" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Nahezu alle Bestandsgeräte können mit dieser Aufladesteuerung nachgerüstet und so wesentlich effizienter betrieben werden. Speicherheizungen werden häufig in der Nacht geladen, wenn die Nachfrage nach Strom gering ist. Ausgestattet mit einer modernen Aufladesteuerung, erkennen sie über Wetterdaten, wie viel Strom sie tatsächlich speichern müssen, damit sie tagsüber ausreichend Heizenergie liefern können. Weitere Informationen zur elektrischen Heizsystemen und zur zeitgemäßen Warmwasserversorgung mit elektronischen Durchlauferhitzern finden Interessierte bei der Initiative WÄRME+, denn auch diese bietet eine Beratung an. Eine nützliche Hilfe für Menschen, welche nachhaltig investieren.

Quelle: Wärme+ / Wolfram Hülscher

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