Heizung und Warmwasser
Quelle: Pia Grund-Ludwig

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Rekordproduktion von mehr als 2,82 Millionen Tonnen Holzpellets

Zubau von Pelletfeuerungen legt 4,3 Prozent zu

Die heimische Pelletproduktion deckt den Verbrauch. © DEPI

Im Jahr 2019 war ein leichter Aufwärtstrend in der Pelletbranche festzustellen, berichtet der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV). Ein Meilenstein war die Rekordproduktion von mehr als 2,82 Millionen Tonnen Holzpellets. Der Zubau an Pelletfeuerungen ging mit 34.650 nur langsam um 4,3 Prozent voran. Aufgrund der deutlich verbesserten Förderbedingungen für erneuerbare Wärme geht der DEPV für dieses Jahr von einem deutlich stärkeren Marktwachstum aus.

Der Produktionsrekord belege, dass Holzpellets als heimischer Brennstoff eine Versorgung mit klimafreundlicher Wärme auch im größeren Maßstab leisten können, so der DEPV. Knapp ein Viertel der deutschen Pelletproduktion (24,1 Prozent) wird in Säcke abgefüllt und für Pelletkaminöfen hierzulande oder im benachbarten Ausland genutzt. „Wir würden uns freuen, wenn Produktionssteigerungen in Zukunft nicht ganz so stark exportgetrieben wären, sondern mehr Pellets direkt in der Region genutzt würden“, so Martin Bentele, Geschäftsführer des DEPV. „Momentan hat die Witterung noch einen deutlich stärkeren Einfluss auf den Pelletverbrauch als der Anlagenzubau. Das hilft nur bedingt, die Ziele aus dem Klimaschutzplan 2030 zu erreichen.“

Die 2019 durch Pelletfeuerungen erzielte Einsparung von 3,45 Millionen Tonnen CO2 belege, welch wichtige Rolle die kleinen Presslinge bei der Erreichung der Klimaziele 2030 spielen können. Holzpellets aus Deutschland zeichnen sich dem Verband zufolge durch hochwertige Qualität aus: 97,2 Prozent wurden in der Premiumklasse ENplus A1 hergestellt. Der Hauptrohstoff sind Späne direkt aus dem Sägewerk. Als Land mit der europaweit höchsten Sägewerksdichte und dem damit verbundenen Anfall von Resthölzern ist Deutschland auch bei der Pelletproduktion international führend. Für das laufende Jahr rechnet der DEPV mit einem moderaten Anstieg der Pelletproduktion auf 3 Millionen Tonnen.

Mit rund 34.650 im Inland abgesetzten Pelletfeuerungen wurde das Vorjahresergebnis (33.225) um 4,3 Prozent erneut übertroffen. Zugebaut wurden im Einzelnen 19.000 Pelletkaminöfen, 15.000 Pelletkessel und wasserführende Pelletkaminöfen mit einer Leistung bis 50 kW sowie 650 Kessel/Pellet-KWK-Anlagen größer 50 kW. Insgesamt wurden durch Pelletfeuerungen auf diese Weise im Jahr 2019 bundesweit rund 11,3 Terawattstunden Endenergie zur Verfügung gestellt. Das machte etwa 6,5 Prozent der erneuerbaren Energien im Wärmesektor beziehungsweise knapp ein Prozent des gesamten Wärmeverbrauchs in Deutschland aus. „

Laut DEPV-Geschäftsführer Martin Bentelezeigen Kunden seit Anfang des Jahres ein großes Interesse am Heizen mit Pellets.“ Er sieht darin ein gutes Zeichen für das laufende Wirtschaftsjahr und freut sich über die steigende Nachfrage. „Leider gibt es noch zu wenige auf erneuerbare Energien spezialisierte Heizungsbauer. Aus diesem Grund bieten wir zusammen mit den SHK-Innungen und unseren Mitgliedern Infotage zur neuen Förderung an und qualifizieren in über 100 Schulungen zum Pelletfachbetrieb.“

Für das Jahr 2020 rechnet der DEPV mit der Zunahme des Zubaus an Pelletfeuerungen um 6.200 Stück auf 40.850 Anlagen (gegenüber rd. 34.650 Feuerungen 2019), davon etwa die Hälfte Pelletkaminöfen. Die Versorgung mit Pellets sei aufgrund des nachhaltigen Rohstoffangebots gesichert. „Wer in Zukunft klimafreundlich heizen will, kommt nicht an der Pelletheizung vorbei!“, so Bentele.

Der Preis für Pellets war auch im Jahr 2019 stabil. Im Jahresdurchschnitt zahlten Heizungsbetreiber für eine Tonne Pellets 251,22 EUR, was 5,02 ct/kWh entspricht. Das waren 1,5 Prozent mehr als im Vorjahr, aber 8,0 Prozent weniger als 2013. Heizöl war 2019 im Schnitt mit 6,88 ct/kWh 37 Prozent teurer als die Holzpresslinge, Gas mit durchschnittlich 6,23 ct/kWh 24 Prozent teurer. Quelle: DEPV / sth

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