Heizung und Warmwasser
Quelle: Pia Grund-Ludwig

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Deckensegel

Zehnder Deckensegel sorgen für behagliches Raumklima

Zehnder Deckensegel beheizen und kühlen das Verwaltungsgebäude von Bette in Delbrück. Foto: Zehnder Group Deutschland GmbH, Lahr

Das Verwaltungsgebäude der Bette GmbH & Co. KG in Delbrück wurde mit Deckensegeln von Zehnder ausgestattet. Sie sorgen für ein gesundes, zugluftfreies Raumklima für die Mitarbeiter*innen.

Die Bette GmbH & Co. KG gehört zu den führenden Badausstattern in Europa und setzt Maßstäbe durch klassisches Design, regionale Produktion und der Verwendung natürlicher Rohstoffe. Am Hauptstandort der Firma in Delbrück in Nordrhein-Westfalen wurden im Zuge einer Modernisierung der Verwaltungsbereiche bis zum Jahr 2017 umfangreiche Bauarbeiten durchgeführt. In diesem Zusammenhang wurde ein Teil des Verwaltungsgebäudes abgerissen und anschließend wieder neu aufgebaut, während man die restliche Verwaltungsimmobilie umfassenden Sanierungsmaßnahmen unterzog, mit der konkreten Zielsetzung einer kontinuierlichen Steigerung von Komfort, Nachhaltigkeit und Effizienz.

Ein geeignetes System zum Beheizen und Kühlen bot der Raumklimaspezialist Zehnder aus Lahr im Schwarzwald. Die technologisch hochentwickelten Deckensegel mit Graphitaktivierung von Zehnder überzeugten dank ihrer enormen Leistungsfähigkeit, schnellen Reaktionszeit und ihrer integrativ dezenten Gestaltungskompetenz. „Die hohe Leistungsfähigkeit verdanken die Deckensegel Zehnder Carboline dem Material Naturgraphit, welches für das Deckenstrahlsystem zu Leichtbauplatten weiterverarbeitet wird. Das thermische Hochleistungselement im Deckensegel gewährleistet eine gleichmäßige Temperaturverteilung. Aufgrund der hohen und homogenen Oberflächentemperatur liegt der Strahlungsanteil damit deutlich über vergleichbaren Deckenstrahlsystemen. Ein weiterer Vorteil des Werkstoffs Naturgraphit ist die enorme Reaktionsgeschwindigkeit bei wechselnden Heiz- oder Kühllasten. Das System reagiert aufgrund der Kombination von guter Leitfähigkeit und geringer Masse wesentlich schneller als herkömmliche Heiz- und Kühldecken-Systeme“, erklärt Michael Himmelsbach, Vertriebsleiter Heiz- und Kühldecken-Systeme bei der Zehnder Group Deutschland GmbH.

Der größte Pluspunkt der Zehnder Heiz- und Kühldecken-Systeme besteht in ihrer enormen Energieeffizienz. Hauptverantwortlich hierfür ist das Strahlungsprinzip, nach welchem die Heiz- und Kühlleistung der Zehnder Deckensegel funktioniert: Von warmem Wasser durchströmt, geben sie ihre Energie überwiegend in Form von Infrarotstrahlung ab, die sich erst beim Auftreffen auf den menschlichen Körper oder Gegenstände in behagliche Wärme umwandelt. Da für dieses Wärmegefühl nicht zuerst die gesamte Raumluft erwärmt werden muss, wird hier ein deutlich niedriger Energieeinsatz benötigt. So kann die Raumlufttemperatur beim Heizen um bis zu drei Kelvin geringer und beim Kühlen entsprechend höher gehalten werden als bei gewöhnlichen Wärmeverteilsystemen. Dies ermöglicht eine Energieeinsparung von bis zu 40 Prozent. Die Systemtemperaturen wiederum dürfen, bei gleicher Solltemperatur, durch die großen Übertragungsflächen aufgrund des Flächenheizungs- bzw. -kühlungseffekts entsprechend geringer ausfallen.

Die besonders kurze Reaktionszeit der Zehnder Deckensegel sorgt zudem dafür, dass die gewünschte Energie stets bedarfsgerecht zur Verfügung gestellt werden kann. Im Gegensatz zur Luftklimatisierung findet der Wärmetransport innerhalb des Deckensystems via Wasser statt, was dank dessen hoher Wärmekapazität einen geringeren und ressourcenschonenderen Rohrdurchmesser erlaubt. Außerdem sind die Zehnder Deckensegel mit allen erdenklichen Technologien zur Wärme- und Kältebereitstellung kombinierbar, benötigen – im Gegensatz zu den meisten herkömmlichen Systemen – keinerlei Wartung und verfügen über eine besonders lange Lebensdauer. Das Strahlungsprinzip liefert neben seinem hohen Energieeinsparungspotential auch vielfältige Vorteile für Gesundheit und Wohlbefinden. So herrscht aufgrund des geringen Konvektionsanteils im Prinzip keinerlei Zugluft und es kommt zu keinen Staubaufwirbelungen. Somit wird die Klimatisierung durch Deckensegel auch als besonders behaglich wahrgenommen.

Versorgt werden die Zehnder Deckensegel mit Wärme aus der hauseigenen Energiezentrale. Dort stehen neben zwei großen Gaskesselanlagen mit einer Heizleistung von jeweils 1,2 Megawatt und zwei Blockheizkraftwerken mit je 207 Kilowatt Leistung auch drei Druckluftkompressoren, welche insgesamt zusätzlich noch einmal 300 Kilowatt Heizleistung in Form von Abwärme liefern. Auch die Kälte für die Kühlfunktion der Zehnder Deckensegel wird seit den Sanierungsmaßnahmen vor Ort erzeugt, wie Thomas Berkemeier, verantwortlich für Investitionen und Prozessoptimierung bei Bette, erläutert: „Wir haben hier am Standort Delbrück seit 2017 eine Eigenbrunnenanlage, die über einen Plattenwärmeübertrager den Kühlanteil deckt. Die Kühlleistung liegt bei 117 kW“. Zur Verteilung ist ein Heizkreisverteiler im Einsatz, die Temperaturregelung der Heizkreise erfolgt über die Gebäudeleittechnik.

Angenehmes Raumklima und arbeitsfreundliche Temperaturen

Auch die Temperaturregelung der einzelnen Räume läuft über die Gebäudeleittechnik. Jeder Büroraum verfügt über ein eigenes Regelventil sowie einen Temperaturfühler und Taupunktwächter. Die Deckensegel von Zehnder wurden in Delbrück mit 33 °C Vorlauf- und 30 °C Rücklauftemperatur für die Heiz- und 16 °C / 19 °C für die Kühlfunktion ausgelegt. Dabei wird von einer Raumtemperatur von 20 °C beim Heizfall und 26 °C im Kühlfall ausgegangen. Angebracht wurden die Zehnder Deckensegel in den 16 Büroräumen auf drei Etagen in einer Höhe von 2,83 bis 2,87 m und auf einer Deckenfläche von insgesamt 344 m². Verbaut wurden 214 Deckensegel mit der Abmessung 1250 mm x 625 mm und 201 Segel in den Maßen 1406 mm x 625 mm.

Die Montage der Zehnder Deckensegel verlief unkompliziert und dauerte nur wenige Wochen, wobei stets zwei bis vier Monteure vor Ort waren. „Die Aufhängung der Zehnder Deckensegel geschieht normalerweise an Stahlseilen. Um eine optimale Erreichbarkeit der hinter den Segeln angebrachten Installationen wie beispielsweise der Beleuchtung zu garantieren, kam bei Bette ein spezielles Schienensystem zum Einsatz. Dieses lässt sich einfach nach unten klappen, wodurch alle Einbauten in der Zimmerdecke stets erreichbar bleiben“, führt Zehnder Projektleiter Jörg Binninger aus. Für die Firma Bette war das Ergebnis äußerst zufriedenstellend: Das Heiz- und Kühlsystem von Raumklimaspezialist Zehnder entsprach exakt den Erwartungen und überzeugt zudem durch Langlebigkeit, Energieeffizienz und umfänglicher Wartungsfreiheit.  Speziell die Mitarbeitenden profitieren in den Neubautrakten des Verwaltungsgebäudes nun von einem angenehmen Raumklima ohne Zugerscheinungen und stets arbeitsfreundlichen Temperaturen.

Quelle: Zehnder / Delia Roscher

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