Fraunhofer-Institut untersucht sechs Fallbeispiele

Wärmenetze brauchen starke Kommunen

In Senftenberg speist die größte Solarthermieanlage Deutschlands ins kommunale Wärmenetz ein. © Ritter XL Solar

Als wichtiger Baustein für ein kohlenstofffreies Energiesystem gilt der Ausbau von Wärmenetzen. Im Gegensatz zu dezentralen Einzelanlagen können sie erneuerbare Energieträger effizienter nutzen. Wie genau, hat das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI untersucht.

Für die Verbreitung von erneuerbar betriebenen Netzen ist zu erwarten, dass sie wegen der notwendigen Größe auch in Zukunft oft auf kommunaler Ebene realisiert werden. "Da diese jedoch oft weder über ausreichende Ressourcen, Wissen und Kapazitäten verfügt, ist ein verbessertes Verständnis über die Nische der erneuerbaren Wärmenetze im kommunalen Kontext nötig", schreiben die Forscher.

Um in Zukunft die Entstehung von Nahwärmenetzen besser zu fördern, haben sie in der Studie "Entstehung innovativer Wärmenetze" analysiert, welche Faktoren einen Einfluss auf die Entstehung von Wärmenetzen haben, welche Nachhaltigkeitsziele dabei verfolgt und welche Nachhaltigkeitseffekte realisiert werden, welche Synergien mit anderen kommunalen Handlungsfeldern bestehen, welche künftigen Entwicklungen möglich sind und welche politische Maßnahmen ergriffen werden könnten, um die Verbreitung von Nahwärmenetzen zu fördern.

Zur Beantwortung dieser Fragen wurden sechs Fallbeispiele für die erfolgreiche Umsetzung von Wärmenetzen im kommunalen Kontext in den Städten Bonndorf, Schlöben, Wüstenrot, Dollnstein, München-Ackermannbogen und Biberach ausgesucht. Demnach sollte die Kommune mehrere Funktionen möglichst ganzheitlich ausfüllen. Sie muss Intermediärin, Planerin, Regulatorin, Miteigentümerin und Vorbild sein.

Einzelpersonen auf kommunaler Ebene kommt hierbei eine zentrale Rolle zu, schreibt das ISI. Sie können einerseits zu Beginn den Anbahnungsprozess vorantreiben und andererseits die spätere Realisierung unterstützen. Quelle: Fraunhofer ISI / sue

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