Heizung und Warmwasser
Quelle: Pia Grund-Ludwig

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Erdwärmepumpe

Umweltfreundlich Heizen mit Erdwärmepumpen

Eine Wärmepumpe kann auch bei einem relativ kleinen Grundstück eingesetzt werden. Foto: Wärme+/ Stiebel Eltron

Erdwärmepumpen zählen zu den effizientesten und klimaschonendsten Heizsystemen, sie nutzen die in der Erde gespeicherte Sonnenwärme. Initiative Wärme+ informiert und gibt Tipps für den Einbau.

Eine Erdwärmepumpe ist auch als Heizsystem bei kleineren Grundstücken geeignet, insbesondere, wenn Erdsonden zum Einsatz kommen, um die Energie aus dem Boden zu erschließen. Sie benötigen deutlich weniger Platz als Erdkollektoren. Um ausreichend Wärme aufzunehmen, werden die Sonden vertikal in die Erde gebohrt – im Spül- oder Hammerbohrverfahren und mit einem Bohrlochdurchmesser von rund 20 Zentimetern.

„Das Grundstück darf klein sein – aber nicht zu klein. Der Abstand einer Sonde zum Nachbargrundstück muss mindestens fünf Meter betragen“, klärt Björn Busse von der Initiative Wärme+ auf. „Sollen mehrere Sonden gebohrt werden, müssen zwischen ihnen ebenfalls mindestens fünf Meter liegen. Ist das nicht möglich, kommt nur eine, dafür deutlich mehr als 100 Meter tief gebohrte, Sonde zum Einsatz.“ „Auf dem Land und auch in kleineren Städten sind die Grundstücke vor allem im Bestand meist großzügiger angelegt als in Großstädten, hier ist die Installation problemlos möglich“, erklärt Busse. Doch auch wenn weniger Platz zur Verfügung steht, kann eine Erdwärmepumpe die richtige Wahl sein: Viele Bohrunternehmen sind auf enge Platzverhältnisse spezialisiert. Mit einem Kran heben sie Bohrfahrzeuge über Hindernisse wie Hecken oder Garagen und ermöglichen so die Installation auch auf begrenztem oder nicht direkt zugänglichem Raum.

Erdwärmepumpen eignen sich als hocheffizientes Heizsystem sowohl für den Neubau als auch bei Modernisierungen im Bestand. Das System bietet sich für Ein- und Mehrfamilienhäuser an. Die Wärmepumpen werden im Haus aufgestellt. Sie geben nur sehr geringe Arbeitsgeräusche von sich und benötigen wenig Platz. Im Sommer lässt sich die Erdwärmepumpe auch zur Kühlung einsetzen. Dabei läuft der Prozess umgekehrt ab: Den Räumen wird die Wärme entzogen und ins Erdreich geleitet. Mittels Wärmetauscher werden die niedrigen Temperaturen, die dort auch im Sommer herrschen, auf das Flächenheiz(kühl)system, meist eine Fußboden- und/oder Wandheizung, übertragen. Die Kosten sind dabei äußerst gering, da die Wärmepumpe selbst ausgeschaltet bleiben kann und lediglich der geringe Strombezug für die Umwälzpumpe ins Gewicht fällt. Neben angenehm temperierten Räumen bietet das Kühlen noch einen weiteren Vorteil: Durch die Kühlfunktion werden die Sonden, die während der Heizperiode stark beansprucht wurden, zur Wärmegewinnung regeneriert.

Wichtig ist die Bohrgenehmigung: Wer eine Sonde in die Erde verlegen will, braucht dafür eine Genehmigung der zuständigen Wasserbehörde. Sie bestätigt, dass der Standort den Vorgaben des Wasserhaushaltsgesetzes genügt und die Bohrarbeiten nicht das Grundwasser verunreinigen. Im Vergleich zu Heizungen, die fossile Brennstoffe nutzen, sind die Anschaffungskosten für eine Erdwärmepumpe eher höher. Ihr Betrieb rechnet sich umso mehr: Sie arbeitet extrem energieeffizient und damit kostensparend, die Energiequelle ist dauerhaft kostenfrei und es kommt zu keinerlei Leistungsschwankungen. Zudem unterstützt der Staat Bauherren und Modernisierer, die sich für umweltschonendes Heizen entscheiden. Zuständig ist das BAFA Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, das entsprechende Programm ist die Bundesförderung für effiziente Gebäude, kurz BEG.

Detaillierte Informationen zur Wärmepumpe: https://www.waerme-plus.de/

Quelle: Wärme+ / Delia Roscher

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