Vertrag für Projekt in Italien unterschrieben

Thermischer Batteriespeicher geht 2020 in Betrieb

Spezieller Beton speichert Wärme. © Energy Nest

Die norwegische EnergyNest hat Verträge für die nach Angaben des Herstellers weltweit erste industriell genutzte Energiespeicher-Anlage in Zusammenarbeit mit dem Italienischen Energiekonzern Eni bei Gela an der Südküste Siziliens unterschrieben.

Ein Dutzend Startups weltweit beschäftigen sich derzeit mit der Entwicklung hocheffizienter Energiespeicher für die industrielle Anwendung, unter anderem finanziert von Bill Gates, Jeff Bezos, Richard Branson, Hasso Plattner, Jack Ma, die allesamt Fonds-Investoren bei "Breakthrough Energy Ventures" sind. Ziel ist die Nutzung erneuerbarer Energie genau dann, wenn sie gebraucht wird. Zum Beispiel Sonnenenergie in der Nacht oder Strom aus Windkraftanlagen, wenn Windstille herrscht.

Unternehmenschef Christian Thiel freut sich, einen Pilotkunden gefunden zu haben: „Bereits heute ist die Technologie für die industrielle Anwendung und somit eine sektorenübergreifende Energiewende vorhanden. Leider tun sich gerade deutsche Stromversorger und Technologiekonzerne mit konkreten Projekten zur Emissionssenkung schwer.“ 

In dem Projekt wird die thermische Batterie zwischen eine bestehende solarthermische Anlage und eine Dampfturbine zur Stromerzeugung geschaltet. Die Anlage erzeugt während des Tages Solarwärme und lädt sie in die Batterie. In den Nachtstunden gibt diese die Wärme für die Erzeugung von Dampfstrom ab, der bis dato durch die Verbrennung fossiler Kraftstoffe gewonnen wurde. Die Anlage soll in der zweiten Jahreshälfte 2020 in Betrieb gehen. Folgeprojekte mit deutlich größeren thermischen Batterien sind geplant. Speichermedium ist der Hochleistungsbeton Heatcrete. Quelle: Energynest / pgl

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