Franzosen setzen auf Gas aus CO2

Sunfire liefert Anlage zur Methanol-Erzeugung

Sunfire hat einen Kooperationsvertrag mit dem französischen Energiekonzern Total abgeschlossen. Im Rahmen der Kooperation liefert Sunfire einen Hochtemperatur-Elektrolyseur im Megawatt-Maßstab zur Nutzung im industriellen Umfeld als Teil des Forschungs- und Entwicklungsprojektes E-CO2MET.

Sunfire übernimmt die Installation der Anlage sowie den Betrieb und die Instandhaltung des Elektrolyseurs, der zukünftig im ersten Prozessschritt für die Produktion von synthetischem Methanol aus hochkonzentriertem CO2 aus der Total Raffinerie Mitteldeutschland eingesetzt werden soll.

Das Besondere am Hochtemperatur-Elektrolyseur ist die Fähigkeit, günstigen Dampf oder Abwärme aus Industrieprozessen und Syntheseverfahren direkt nutzen zu können und damit den Bedarf an Ökostrom zu reduzieren. "Damit ist es das bisher effizienteste Verfahren für die Umwandlung von Strom zu Wasserstoff", so Sunfire. Dank der hohen Effizienz würden auch die Gesamtkosten des integrierten Verfahrens maßgeblich gesenkt.

"Der Einsatz unseres Hochtemperatur-Elektrolyseurs bei einem der größten Mineralölunternehmen der Welt bestätigt uns in unserer jahrelangen Arbeit, die Dekarbonisierung der Industrie voranzutreiben. Diese Technologie kann der Kernbaustein für die Energiesektoren werden, die nicht direkt Strom aus erneuerbaren Energien beziehen können. Mit der Wandlung in erneuerbare Gase und Kraftstoffe und der Nutzung der bereits bestehenden Infrastrukturen können wir so auch den Verkehrssektor sowie die Chemieindustrie klimaneutraler machen", sagt Nils Aldag, Geschäftsführer von Sunfire.

Während der Zusammenarbeit mit Total wird der Elektrolyseur in verschiedene Forschungsprogramme eingebunden. Am Standort Leuna werden unter anderem diverse Studien durchgeführt, die die Leistungsfähigkeit des Systems auch in Abhängigkeit von variabler erneuerbarer Energiezufuhr bewerten sollen. Quelle: Sunfire / pgl

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