Heizgutachten und Energieausweise taugen nicht für Haustürgeschäfte

Stiftung Warentest warnt vor Drückerkolonnen

Derzeit häufen sich Fälle, in denen angebliche Energieberater nutzlose Energiepässe an der Haustür verkaufen, so die Stiftung Warentest.

Die Stiftung Warentest warnt vor Drückerkolonnen, die Energie- oder Heizkostenberatungen an der Haustüre anbieten. Aus Bayern, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz berichten Eigentümer von Trupps, die unangemeldet klingeln, so Tester.

Dabei sind die Drückerkolonnen erfindungsreich. Sie geben sich als Mitarbeiter von Stadtwerken, Energieberater oder Verbraucherschützer aus. In der Regel bieten sie entweder Hilfestellung beim Energiesparen an oder machen auf angebliche Baumängel am Haus aufmerksam. Andere bieten einen Energiekostenvergleich an, so die Erfahrung der Stiftung Warentest. Sie vermitteln dann Verträge mit Strom- oder Gasversorgern, die angeblich besonders günstig sind, sich beim näheren Hinsehen aber als teuer entpuppen.

Beliebt ist wohl auch der Verkauf so genannter Energiepässe. Das sind keine gültigen Energieausweise, sondern nutzlose Dokumente die nur der Abzocke dienen.

Die Stiftung Warentest verweist darauf, dass unabhängige Energieberater nicht von Tür zu Tür ziehen, sondern vorab einen Termin vereinbaren. Sie raten von Haustürgeschäften ab und empfehlen, statt dessen ortsansässige Firmen zu fragen. Die Stiftung weist auch auf ein eingeschränktes Widerrufsrecht hin: Wurde an der Haustür ein Termin für einen späteren Besuch vereinbart, bei dem dann der Vertrag geschlossen wurde, gilt dieses Widerrufsrecht nicht. Dann kann der Vertrag nur wegen arglistiger Täuschung angefochten werden. Das wäre dann der Fall, wenn der Vertrag aufgrund falscher Behauptungen – etwa zur Energieausweispflicht - zustande gekommen ist. 117bba

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