Bessere Förderung gleicht niedrige Preise nicht aus

Solarthermie-Absatz geht erneut zurück

Solarthermie bleibt ein schwieriges Geschäft. © BSW Solar

Die Zahl der Solarwärmeanlagen in Deutschland ist 2016 um rund 100.000 gewachsen. Das sind 8 Prozent weniger als im Vorjahr. Ende 2016 waren damit hierzulande etwa 2,2 Millionen Solarwärmeanlagen in Betrieb. Das teilen der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) und der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) mit.

Nach den Umsatzzahlen für Pellet-Heizungen liegen nun auch die Umsätze für Solarthermie für 2016 vor, in beiden Bereichen gab es deutliche Einbrüche, trotz verbesserter Förderkonditionen. Bei Pellet-Heizungen betrug das Minus gegenüber dem für die Branche bereits enttäuschenden Jahr 2015 erneut 3 Prozent.

Das Tempo der Energiewende im Heizungskeller sei "ausbaufähig", kommentierte Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft die aktuellen Absatzzahlen für Solarthermie. Niedrige Öl- und Gaspreise hätten im letzten Jahr den Modernisierungsdruck niedrig gehalten. Doch inzwischen ziehen die Preise wieder spürbar an. "Wer beim Thema Wärme auf dauerhaft billiges Öl und Gas setzt, liefert sich hohen Kostenrisiken aus. Solarkollektoren machen Heizungen bereits für kleines Geld zukunftstauglich", so Körnig.

Die Förderung für den Umstieg auf Erneuerbare wurde in den vergangenen Jahren kontinuierlich erweitert, um insbesondere die Rückgänge bei Holzheizungen und Solarthermie zu stoppen. Bei Wärmepumpen ist die Entwicklung anders, da diese vor allem in Neubauten zum Einsatz kommen. In Bestandsgebäuden kommt der Heizungstausch nicht voran. Im Rahmen der Diskussion um das Gebäudeenergiegesetz, das die Zusammenführung von Wärmegesetz und EnEV zum Ziel hat, wird deshalb erneut die Forderung nach strikteren Regeln im Bestand laut. pgl

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