Heizung und Warmwasser
Quelle: Pia Grund-Ludwig

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Heizen und Warmwasser mit Pellets

Mehr Komfort für das Bad

Die Produktion von Pellets beweist das steigende Interesse an Wärmequellen aus nachwachsenden Rohstoffen. Quelle: DEPI

Immer noch verbinden die meisten Menschen Pellets nur mit gemütlicher Wärme im Wohnzimmer. Dabei können die kleinen Teile aus verdichtetem Material viel mehr. Bei einer guten Koppelung sorgen sie auch im Bad für wohlige Wärme.

Eine Heizung auf Basis von Pellets kann zahlreiche Vorteile bieten. Eine solche Wärmequelle gilt aufgrund der Befeuerung mit nachwachsenden Rohstoffen als umweltfreundlicher als andere Systeme. Der Aufwand für Wartung ist ähnlich wie bei klassischen Öl- und Gasheizungen. Wichtig ist aber gerade bei der Planung und Beschaffung eines solchen Wärmesystems, dass unterschiedliche Arten von Pelletöfen unterschieden werden. So kann eine Pelletheizung als zentrales Heizungssystem wirken und damit alleinig die Heizungsfunktion im Vollbetrieb übernehmen. Dazu bedarf es der Installation eines Wärmepuffers. Für die partielle Wohnraumbeheizung gibt es Pellet-Heizungssysteme, die auch in Wohnräumen installiert werden können. Ein kleiner Vorratsbehälter an der Heizungsanlage ermöglicht den Betrieb, der vollautomatisch, je nach Bedarf, den Ofen befüllt. Wichtig ist aber gerade wenn man auch Feuchträume wie Bäder mitversorgen will, die Option einer Pelletheizung als Unterstützung der bestehenden Heizungsanlage. Mit einer zusätzlichen Pelletheizung, welche einfach an der bestehenden Heizungsanlage angeschlossen werden kann, können Brennstoffe wie Gas und Öl dauerhaft eingespart werden. Und so kann der Pelletofen auch zur Erzeugung von Warmwasser beitragen.

Pelletöfen für eine ganzheitliche Wärmeplanung

Bei einem wasserführenden Pelletofen handelt es sich einen Ofen, der mit einem Wasserwärmetauscher, der sogenannten Wassertasche, ausgestattet ist. Damit unterscheidet er sich von einem klassischen Pelletofen dadurch, dass er nicht nur den Raum erwärmt, in welchem er aufgestellt ist, sondern einen Großteil seiner Wärme in eine zentrale Heizungsanlage abgeben kann. Auch wenn auch diese Pelletöfen Wärme an den Raum abgegeben, in welchem sie aufgestellt sind, geht der Löwenanteil der Wärme in den Heizkreislauf oder in einen Pufferspeicher über. Damit eignet sich ein Pelletofen auch perfekt für eine Beheizung von Bädern. Dieses Konzept wird auch als Hybridheizung beschrieben. Denn der wasserführende Pelletofen speist über einen Wärmetauscher einen Teil der Verbrennungswärme in den Pufferspeicher ein, so dass die Wärme im ganzen Heizungssystem zur Verfügung steht. Wer noch weitergehen will, kombiniert den Ofen mit einer Solarthermieanlage. Wird der Ofen im Sommer ausgeschaltet, wird das Warmwasser ausschließlich solar erwärmt. Mit einer geschickten Kopplung, kann bei zu geringer Leistung der Solaranlage der Pelletofen automatisch nachheizen.

Wachsendes Interesse an ganzheitlichen Konzepten

Dass Heizen mit Pellets keine kurzfristige Mode ist, sondern sich dauerhaft etablieren wird, zeigt der Deutsche Energieholz- und Pelletverband e.V. mit einer Studie, welche belegt, dass mit einer Produktion von 824.000 Tonnen Holzpellets im ersten Quartal dieses Jahres, eine Produktion stattfand, welche den Jahresbeginn des vergangenen Jahres übertrifft.

Eine Förderung ist möglich

Gebäudeeigentümer, welche sich für den Einbau einer Holzzentralheizung oder eines Pelletkaminofens mit Wassertasche in ein Bestandsgebäude entscheiden, können sich auf Unterstützung freuen. Denn die Bundesregierung fördert auch hier den Einsatz Erneuerbarer Wärme mit den BEG Einzelmaßnahmen (BEG EM). Förderfähige Holzfeuerungen sind automatisch beschickte Pellet-, Hackschnitzel- oder Scheitholzvergaserkessel, Pelletkaminöfen mit Wassertasche sowie Kombikessel, die Pellets und Scheitholz oder Hackschnitzel und Scheitholz einsetzen können. Das gilt nicht für Neubauten, eine Förderung des Einbaus von Holzzentralheizungen wird dort nicht mit BEG Einzelmaßnahmen gefördert. Eine Förderung gibt es nur dann, wenn für das neu gebaute Haus eine Nachhaltigkeitszertifizierung durchgeführt wird. Bei Anträgen, die seit dem 21. Oktober 2021 gestellt werden, fördert die BEG auch die Errichtung oder Erweiterung von Wärmenetzen mit bis zu 16 angeschlossenen Gebäuden mit bis zu 100 Wohneinheiten. Voraussetzung ist, dass im Wärmenetz nach der Investitionsmaßnahme mindestens 55 Prozent Wärme aus Erneuerbaren Energien oder Abwärme genutzt wird. Das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) bietet mit der Förderfibel einen kostenlosen Wegweiser durch den Förderdschungel.

Wolfram Hülscher

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