BDI-Studie: CO2-Einsparungen zu vertretbaren Kosten möglich

Klimaschutz braucht Sektorkopplung

Dem Hersteller von Wärmepumpen Stiebel Eltron gefallen die Ergebnisse der BDI-Studie. © Stiebel Eltron

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat eine Studie veröffentlicht, die fünf Szenarien für die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen bis zum Jahr 2050 untersucht. Das Ergebnis: Eine 80-prozentige CO2-Einsparung bis 2050 ist zu volkswirtschaftlich vertretbaren Kosten und mit heute verfügbaren Technologien erreichbar. Das berichtet das Unternehmen Stiebel Eltron.

Die Auswirkungen einer CO2-Einsparung von 80 Prozent auf das Bruttoinlandsprodukt wären neutral – die Autoren der Studie "Klimapfade für Deutschland" sprechen von einer "schwarzen Null" – bis positiv. Einerseits würden diverse Industriezweige von den Maßnahmen profitieren, andererseits sinken Ausgaben beispielsweise für den Import von Öl, Gas oder Kohle.

Alle Szenarien setzen allerdings eine stärkere Verbindung der Sektoren Strom und Wärme sowie Strom und Verkehr voraus (Sektorkopplung). So beschreibt die Studie eine signifikante Emissionsreduktion durch rund 26 Millionen Elektroautos und etwa 14 Millionen Wärmepumpen bis 2050.

"Damit bestätigt die Studie die einhellige Meinung aller Experten, dass die Wärmepumpe eine Schlüsseltechnologie für den Klimaschutz ist", kommentiert Kai Schiefelbein, Geschäftsführer des Wärme- und Lüftungsherstellers Stiebel Eltron. "Allerdings zeigt die umfangreiche Untersuchung auch, dass im Gebäudebereich die Sanierungsquote deutlich erhöht werden muss." Zugleich müssten die zu substituierenden Energieträger wie Öl und Gas endlich ihren Teil zur Energiewende beitragen: "Abgaben und Steuern auf den Strom sind aktuell unverhältnismäßig hoch. Der Strom sollte entlastet und gleichzeitig müssen fossile Brennstoffe teurer werden – beispielsweise über eine CO2-Steuer."

Laut der BDI-Studie ist auch ein starker Zubau von Wärmepumpen im Gebäudebestand notwendig. Zu ähnlichen Ergebnissen war 2017 eine Studie der Denkfabrik Agora Energiewende gekommen. In diesem Bereich müssten bereits in den Jahren zwischen 2020 und 2030 deutliche Anstrengungen unternommen werden, schreibt Stiebel Eltron. Hier sei die Politik gefordert, mit der richtigen Ausgestaltung des Ordnungsrahmens langfristig verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen in klimafreundliche Technologien zu schaffen.  Quelle: Stiebel Eltron

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