Energieverbrauch ging 2018 zurück

Grüne: Gebäudesektor liegt bei Energiewende zurück

Grüne wollen schnelleren Umstieg auf Ernuerbare. © Ökofen

Der Energieverbrauch in Deutschland ist 2018 gegenüber 2017 um 5 Prozent auf 12.900 Petajoule (PJ) zurückgegangen. Der Anteil von Heizungen, die mit fossilen Energien betrieben werden, sei aber nach wie vor selbst im Neubau zu hoch, kritisieren die Grünen.

Verbrauchsrückgänge betreffen die fossilen Energieträger, Zuwächse gibt es bei den erneuerbaren Energien. Die AG Energiebilanzen geht dvon einem Rückgang bei den energiebedingten CO2-Emissionen in einer Größenordnung von reichlich 6 Prozent aus.
Für den geringeren Energieverbrauch in Deutschland macht die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen vor allem die gestiegenen Preise, die milde Witterung sowie Verbesserungen bei der Energieeffizienz verantwortlich. Die verbrauchssteigernde Wirkung der Faktoren Konjunktur und Bevölkerungszuwachs seien dagegen 2018 in den Hintergrund getreten. Ohne den verbrauchssenkenden Einfluss der milden Witterung hätte der Verbrauch um knapp 4 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres gelegen.

Die Anteile der verschiedenen Energieträger am nationalen Energiemix haben sich 2018 gegenüber dem Vorjahr weiter verschoben: Bei den fossilen Energien kam es in Summe zu einem Rückgang, so dass die deutsche Energieversorgung ihre Kohlenstoffintensität weiter verringern konnte. Kennzeichnend bleibt aber ein breiter Energiemix. Knapp 58 Prozent des inländischen Energieverbrauchs entfallen auf Öl und Gas. Stein- und Braunkohle deckten zusammen etwas mehr als ein Fünftel des Verbrauchs. Die Erneuerbaren steigern ihren Beitrag auf 14 Prozent.

Bei im Neubau installierten Heizungen hatte Gas in den ersten drei Quartalen einen Anteil von 38,9 Prozent, auf Wärmepumpen entfielen 28, 4 Prozent, Fernwärme kam auf 25 Prozent. Im Bestand liegt der Anteil von Öl und Gas bei gut 75 Prozent. Dazu kommen 13,8 Prozent Fernwärme.

Julia Verlinden, Sprecherin für Energiepolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen geht der Umbau in Richtung Erneuerbare zu langsam: "Im Bestand sind 90 Prozent der Wohnungen fossil beheizt. Und selbst im Neubau haben rund zwei Drittel der Wohnungen immer noch keine erneuerbare Wärmeversorgung." Die Auswertung der Energiestatistiker mache deutlich, wie weit der Gebäudesektor bei der Energiewende zurückliege.

Die Regierung müsse endlich die richtigen Vorgaben machen, um in Neubau und Bestand wirksam Energie einzusparen und zügig auf Erneuerbare Energien umzusteigen. Sonst sind die Klimaschutzziele nicht zu schaffen, warnt Verlinden. pgl

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