Erstmals werden Jugendliche in die Diskussion einbezogen

Experten diskutieren auf dem Herbstforum Altbau

Beim Herstforum von Zukunft Altbau stehen energieeffiziente Gebäude im Fokus. © Zukunft Altbau

Energetische Sanierungen bieten ein hohes Potenzial, um den Gebäudesektor klimafreundlicher zu machen. Wie dieses aktiviert werden soll, darüber diskutieren Experten der Bau- und Energiebranche auf dem Herbstforum Altbau am 27. November 2019 in Stuttgart. Veranstalter der Tagung ist Zukunft Altbau, das vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderte Informationsprogramm.

Die bundesweit bekannte Fachtagung für energetische Gebäudesanierung, Energieeffizienz und erneuerbare Energien findet bereits zum 21. Mal statt. Austragungsort ist auch in diesem Jahr die zentral gelegene und mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbare Sparkassenakademie am Stuttgarter Hauptbahnhof. Es werden wieder 500 Vertreterinnen und Vertreter aus Gebäudeenergieberatung, Architektur, verschiedensten Baubereichen, Ingenieurwesen sowie Politik, Wirtschaft und Forschung erwartet. In Vorträgen und im direkten Austausch diskutieren die Teilnehmer energiepolitische Entwicklungen, gelungene Sanierungsbeispiele und künftige klimapolitische Herausforderungen.

In diesem Jahr werden auch Jugendliche einbezogen und mit ihnen über ihre Vorstellungen von Nachhaltigkeit im Gebäudesektor gesprochen. Das Vortragsprogramm wird von einer Fachausstellung begleitet. Die dena, die Architektenkammer Baden-Württemberg und die Ingenieurkammer des Landes rechnen Fachleuten die Teilnahme als Fortbildungsveranstaltung an. Die reguläre Teilnehmergebühr beläuft sich auf 70 Euro inkl. Mehrwertsteuer. Anmeldungen werden bis zum 15. November unter www.zukunftaltbau.de/herbstforum entgegengenommen.

Fachvorträge mit gesellschaftlicher Relevanz

Den inhaltlichen Auftakt macht Dr. Andre Baumann, Staatssekretär des baden-württembergischen Umweltministeriums, mit einem Einblick in die aktuelle Energie- und Klimapolitik des Landes. Danach diskutiert er mit Vertreterinnen und Vertretern des Jugendbeirates die Nachhaltigkeitsstrategie Baden-Württembergs. Der gesamtgesellschaftlichen Bedeutung von Klimaschutz und Energiewende widmet sich anschließend Prof. Dr. Harald Welzer von der FuturZwei Stiftung Zukunftsfähigkeit. Sein Thema: „Zu spät für Pessimismus. Leben vor, mit und nach dem Klimawandel.“

Wie die Energiewende im Gebäudebestand praktisch umsetzbar ist, zeigen die Architekten Jochen Schurr und Norman Räffle anhand zweier beispielhafter Sanierungsprojekte. Jochen Schurr stellt Projekte über Schulsanierungen im Allgäu vor, Norman Räffle präsentiert den aquaTurm in Radolfzell. Dieser gilt nach seinem Umbau vom Wasserturm zum Design-Hotel als weltweit erstes Plus-Energie-Hochhaus mit Passivhaustechnologie.

Wege in den klimaneutralen Gebäudebestand

Der Vortragsblock nach der Mittagspause steht ganz im Zeichen der Solarenergie: Michael Vogtmann von der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie widmet sich der Bedeutung von Photovoltaik und Sektorenkopplung in Wohngebäuden. Als praktisches Beispiel für den gelungenen Wechsel von fossilen Energien zu Photovoltaik stellt Thomas Hartmann von der Hartmann Energietechnik GmbH anschließend die Zukunft des Sonnenhaus-Konzepts vor. Damit sind Häuser gemeint, die einen guten Dämmstandard aufweisen und den Bedarf an Heizenergie und Warmwasser zu mindestens 50 Prozent aus Sonnenenergie stillen.

Am Nachmittag werfen zwei weitere Referenten einen Blick auf den Status Quo und die Zukunft der Energiewende im Hausbestand. Christian Stolte von der Deutschen Energie-Agentur (dena) befasst sich in seinem Vortrag „Berlin muss liefern! Wärmewende im Spagat der Anforderungen“ mit den energiepolitischen Stellschrauben für einen klimaneutralen Gebäudesektor und bringt aktuelle Erkenntnisse des dena-Kongresses 2019 ein. Architekt Dr. Burkhardt Schulze Darup schließt den diesjährigen Kongress. Er spricht über Standards bei Neubauten als Impulse für Bestandsgebäude und widmet sich dabei auch der Frage, wie die Klimaziele im Gebäudesektor erreicht werden können. Quelle: Zukunft Altbau / sth

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