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Quelle: Pia Grund-Ludwig

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Speichersysteme für Energie

Batteriemarkt wächst stark

Foto: Zvei

Vergangenes Jahr konnte der Batteriemarkt ein Plus verzeichnen. Trotz schwachem Automobilmarkt steigt der Umsatz. Grund dazu ist hierbei auch das gewinnende Interesse an erneuerbaren Energien. Batterien könnten in großem Umfang als Speicher eingesetzt werden.

Beim offiziellen Statement vom Batteriemarkt konnten sich deren Vertreter glücklich zeigen. „Der deutsche Batteriemarkt hat 2019 insgesamt weiter deutlich zugelegt. Die Volumina der Märkte zeigen, welch hohe Bedeutung die verschiedenen Batteriesysteme für viele Anwendungen haben“, sagte Christian Eckert, Fachverbandsgeschäftsführer Batterien im ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie. Trotz einem schwachen Automobilmarkt steht die Branche daher gut da. Der deutsche Batteriemarkt ist im vergangenen Jahr insgesamt um 17 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro gestiegen und hat damit sein Wachstum im Vergleich zu 2018 beschleunigt. Lithium-Ionen-Batterien hatten mit 1,6 Milliarden Euro den größten Anteil am Markt. Das Segment wuchs um 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Elektromobilität und der Ausbau erneuerbarer Energien sind zentrale Möglichkeiten.

Verschiedene Batterietypen zielgerichtet verwenden

Daher soll zwischen den Batterietypen unterschieden werden. Dies zeigte Christian Rosenkranz, Vice President der Advanced Power Solutions GmbH, für verschiedene Module. Finden kleinere Module ihre Verwendung in Hörsystemen, Smartphones oder in der Automobilbranche, findet eine stationäre Industriebatterie ihre Aufgabe in der Wohnbranche. Für eine Energiewende können Batterien zu einem Gelingen beitragen. Denn mit einer zunehmenden Bedeutung erneuerbarer Energien nimmt der Bedarf an Speichern und insbesondere an Stromspeichern zu. Energie, die nicht am selben Ort oder zur selben Zeit benötigt wird, kann gespeichert werden und steht dann zum Abruf bereit. Strom aus erneuerbaren Energien kann nur dann gewonnen werden, wenn Sonne scheint oder Wind zur Verfügung steht. Die Gewinnung erneuerbarer Energien kann also nur bedingt geplant werden. Eine Herausforderung für die Netze weil zentrale Erzeugung und Energieverbrauch in Einklang gebracht werden müssen. Diese Schwankungen können durch Batterien ausgeglichen werden. Unterschieden werden kann zwischen den verschiedenen Möglichkeiten von Energie. Dezentrale oder lokale Energie kann in Privathäusern durch Photovoltaik erzeugt werden. Regionale Energie auf kommunaler Ebene zur Strompufferung ganzer Quartiersspeicher oder von gewerblichen Gebäuden. Zentrale Energieerzeugung kann in Verbindungen mit Windenergieanlagen produziert sein. Eine Option seien auch virtuelle Speicher bei denen verschiedene Speicher über ein zentrales System gesteuert werden.

Zweckgerichtet verwenden

Batterien könnten ein entscheidendes Element sein um zu erreichen, dass dezentral erzeugter Strom so weit wie möglich auch dezentral genutzt werden kann. Dies geht einher mit einer Erhöhung des Eigenverbrauchs. Für die Netzseite bedeutet eine Speicherung am Erzeugungsort oder in dessen unmittelbarer Nähe eine Entlastung des Verteilnetzes von einem großen Teil der dezentral erzeugten Strommengen. Hieraus ergeben sich positive Effekte bis hin zu einer Reduzierung des Netzausbaubedarfs im Übertragungsnetz. Diese Ergebnisse sind bereits ohne externe Betriebsführung des Stromnetzes erreichbar. Weiter verbessern lassen sich die Potenziale dezentraler Speicherung in intelligenten Netzen. Durch den Einsatz moderner Informationstechnologie wie Vernetzung, Sensoren, automatischer Steuerungen oder digitaler Stromzähler lassen sich Energiebedarf und -erzeugung noch besser aufeinander abstimmen.

Verwendung sollte definiert sein

Dazu muss aber eine Nutzung definiert sein. In der Energieerzeugung helfen Sie bei einer Anpassung fluktuierender Energieerzeugung an den aktuellen Bedarf, bei einer Abmilderung intermittierender Erzeugungsschwankungen und steiler Rampenverläufe. Sie garantieren eine stabile Strombereitstellung denn die Gewinnung erneuerbarer Energien kann nur bedingt geplant werden. Bei Energieübertragung dienen sie als sofort verfügbare synchronisierte Reserve ohne externe Energiezufuhr und bei einer Frequenz- und Spannungsstabilisierung im Verteilnetzbereich. Energieverteilung kann durch eine  Abfederung der Schwankungen der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und einer Reduktion von Überschussszenarien dienen und zur Unterstützung von Mikronetzen und einer zeitweiligen Speicherung großer Strommengen. Zugute kommen sie dem Energieverbrauch durch eine  Maximierung des Eigenverbrauchs von PV-Strom und zeitliche Verschiebung der Energiebereitstellung nach Markterfordernissen. Batterien sind praktisch verwendbar. Und garantiert ein Beitrag zu der Energiewende. Wolfram Hülscher

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