Anträge müssen seit 2018 vor Beginn der Maßnahme erfolgen

Bafa erhält mehr Anträge für Zuschüsse auf Erneuerbare

Förderanträge für Pellet-Heizungen steigen. © DEPI

Im ersten Halbjahr sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich mehr Anträge auf Zuschuss aus dem Marktanreizprogramm eingegangen, mit denen erneuerbare Energien im Heizungsbereich gefördert werden. Der Grund ist eine Umstellung im Antragsverfahren. Anträge müssen nun erfolgen, bevor der Auftrag an den Heizungsbauer erteilt wird.

Beim für die Förderung zuständigen Bafa gingen in den ersten sechs Monaten des Jahres 49.393 Anträge zur Förderung neuer Heizungen ein. Im ersten Halbjahr des Vorjahrs waren es 33.074.

Direkte Vergleiche sind aber nicht möglich, weil zum Januar 2018 auf ein zweistufiges Verfahren umgestellt wurde. Die Anträge werden vor Beginn der Maßnahme gestellt, um später Anlagen zu installieren. Nicht alle beantragten Vorhaben werden auch realisiert. Zudem wird die Statistik anscheinend nicht um doppelte Anträge bereinigt; einmal gestellte Anträge können nicht geändert werden können, bei fehlerhaften Anträgen wird ein neuer Antrag gestellt.

Interessant ist aber, welche Verschiebungen sich durch das neue Verfahren innerhalb der drei Segmente Wärmepumpen, Solarthermie und Biomasse ergeben. Besonders auffällig sind die höheren Zahlen für Heizungen auf Basis von Biomasse, also Pellet- oder Holzheizungen mit einem Plus von fast 50 Prozent. Der Deutsche Energieholz- und Pelletverband (DEPV) geht davon aus, dass es bei Pellet-Heizungen ein leichtes Plus von 33.900 neuen Systemen inklusive der im MAP nicht geförderten Anlagen gibt, aber keinen Boom in dem Maße wie es die hohen Antragszahlen suggerieren. Auch bei Solarthermie sind die Zahlen gestiegen, allerdings hat Solarthermie in den Jahren davor stark Federn lassen müssen. Immer noch zulegen konnte auch der Bereich Wärmepumpen. Er lag im Vorjahr noch auf Platz eins, musste diesen nun an die Biomasseheizungen abgeben.

Wer der Förderstelle derzeit per Telefon Fragen stellen will, muss sich gedulden. Die hohe Nachfrage führt dazu, dass die Hotline schwer oder gar nicht zu erreichen ist. Man sei dabei, das Problem zu lösen, so das Amt. Verzögerungen sorgen auch bei den Heizungsbauern und Modernisierungswilligen für Verwirrung. Antragsteller erhalten zunächst eine Bestätigung, dass der Förderantrag gestellt wurde, die Bewilligung kann jedoch einige Monate dauern. Nach der Bestätigung könne aber mit dem Heizungstausch begonnen werden, so der DEPV. pgl

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