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Glossar-Eintrag für

Luft-Luft-Wärmepumpe

Begriff: Luft-Luft-Wärmepumpe
Bedeutung:

Gerät, das Wärme aus der Umgebungsluft oder der Gebäudeabluft auf ein höheres Temperaturniveau hebt und an die Zuluft einer zentralen Wohnungslüftung abgibt.

Beschreibung:

Gerät, das Wärme aus der Umgebungsluft oder der Gebäudeabluft auf ein höheres Temperaturniveau hebt und an die Zuluft einer zentralen Wohnungslüftung abgibt. Im Gegensatz zu den meisten anderen Wärmepumpenheizungssystemen benötigt eine Luft-Luft-Wärmepumpe weder eine Wärmequellenanlage noch ein Wärmeverteilsystem mit Wasser als Medium.

Als alleinige Wärmequelle und auch fürs Verteilen der Nutzwärme wird hier normalerweise eine bestehende oder ohnehin zu installierende zentrale Wohnungslüftung mitgenutzt. (So gesehen kann man die Luft-Luft-Wärmepumpe auch als Verstärkung der Wärmerückgewinnung eines Systems mit zentraler Lüftung sehen.) Vor allem die Einschränkung des Verteilens der Nutzwärme bringt es mit sich, dass ein solches Heizungssystem nur dann infrage kommt, wenn die Raumheizlast 10 Watt pro Quadratmeter beheizter Fläche nicht übersteigt – also die Heizlast eines Passivhauses. Das ergibt sich bauphysikalisch aus sinnvollen Begrenzungen der Nachheizregistertemperatur auf 50 °C und der stündlichen Zuluftmenge auf einen Kubikmeter pro Quadratmeter.

Dies führt anderseits dazu, dass eine relativ kleine Wärmepumpe – für ein Einfamilienhaus mit etwa 300 Watt maximaler Stromaufnahme – zur Lieferung dieser Heizenergie ausreicht. Diese benötigt wenig Platz und im Gegensatz zur Erd- und Grundwasserwärmepumpe auch keine Genehmigung. Ein Nachteil: Luft-Luft-Wärmepumpen werden in Deutschland grundsätzlich nicht gefördert.

Englisch: air-to-air heat pump / air-air heat pump / air/air-heat pump

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