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Glossar-Eintrag für

Flächenheizung

Begriff: Flächenheizung
Bedeutung:

Wärmeübertragung an die Raumluft mit warmwasserdurchflossenen Rohrschleifen oder elektrischen Widerstandskabeln, die auf oder im Fußboden, der Wand oder der Decke verlegt sind.

Beschreibung:

Wärmeübertragung an die Raumluft mit warmwasserdurchflossenen Rohrschleifen oder elektrischen Widerstandskabeln, die auf oder im Fußboden, der Wand oder der Decke verlegt sind.

Am gängigsten ist die Fußbodenheizung mit Warmwasserrohren – im Neubau mit der sogenannten „Nassverlegung“: Auf die Trittschall- und Wärmedämmung werden passende Noppenplatten verlegt, in die man Kunststoffrohre, Durchmesser meist zwischen 12 und 18 Millimeter, eindrückt. Die Rohre werden in einen speziellen Estrich eingegossen. Im Altbau deckt man die Rohre mit Trockenplatten ab („Trockenverlegung“). Die Kosten liegen bei Nassverlegung etwa zwischen 13 und 40, bei Trockenverlegung etwa zwischen 47 und 62 Euro pro Quadratmeter Heizfläche. Alle fünf Jahre fällt eine Reinigungsspülung an, für die Fachbetriebe etwa 5 bis 18 Euro pro Quadratmeter verlangen.

Für eine Wandheizung kann man die Rohre mit Klammern an der Wand befestigen („Trackersystem“) oder zum Beispiel auf Lehmbauplatten als Fertigelemente mit integrierten Rohren zurückgreifen. Das Ganze wird verputzt oder mit Gipskartonplatten verkleidet. Eine Variante arbeitet mit destilliertem Wasser in etwa 3 Millimeter dicken, eng verlegten Kapillarrohren. Die Kosten betragen 40 bis 60 Euro pro Quadratmeter Heizfläche, ebenso bei einer Deckenheizung. Zur Verlegung in einer Massivdecke siehe Bauteilaktivierung.

Der wichtigste Vorteil gegenüber Heizkörpern ist, dass das Heizungswasser nicht so heiß sein muss: Typisch sind 35 °C für den Vorlauf und 28 °C für den Rücklauf. Das passt gut zu Solarthermie und Wärmepumpe als Wärmequelle. Außerdem werden Flächenheizungen wegen des hohen Anteils an Strahlungswärme als angenehm empfunden, die Lufttemperatur kann bei gleicher gefühlter Wärme etwas niedriger sein, und das System kann auch zur Kühlung um bis zu 6 °C eingesetzt werden. Nachteile sind neben den hohen Kosten eine Trägkeit und schwierige Regelbarkeit – und dass man bei der Wandheizung vorab planen muss, wo Leuchten und Wandbilder platziert werden.

Für eine elektrische Fußbodenheizung, die schon für 25 Euro pro Quadratmeter zu haben ist, verwendet man in der Regel zweiadrige, isolierte Widerstandskabel aus einer Chrom-Nickel- oder Kupfer-Nickel-Legierung mit einem zusätzlichen Schutzmantel, die als Heizmatte unter, im oder auf dem Estrich verlegt werden.

Englisch: embedded heating system

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