Besonders bei Zweifamilienhäusern sinkt die Nachfrage

Zahl der Baugenehmigungen sinkt stark

Neu- und Umbauten sind rückläufig. © KfW / Klewar

Die Zahl der neu genehmigten Wohnungen ging im Vergleich zum Vorjahr im ersten Halbjahr 2019 um 2,3 Prozent zurück. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Die Behörden genehmigten knapp 165.000 Neu- oder Umbauten von Wohnungen. Bei Zwei- und Mehrfamilienhäuser sank die Zahl um 4,7 beziehungsweise 3,2 Prozent.

"Der Sinkflug bei den Baugenehmigungen ist ein deutliches Alarmsignal für die Zukunft des bezahlbaren Wohnens, denn von den jährlich notwendigen neuen Wohnungen in Deutschland bleiben wir meilenweit entfernt", erklärte Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW.

Die Gründe für die dauerhafte Mangelsituation seien zu wenig Bauland, zu wenig Mitarbeiter in den Behörden, zu wenig Kapazitäten in den Baufirmen. Und vielfach abschreckend hohe Preise für Bauland und Bauleistungen, so dass an der Zielgruppe vorbei gebaut würde und daher erst gar nicht mehr weiter geplant wird.

Der GdW hat eine Reihe von Vorschlägen. Das Planungs- und Baubeschleunigungsgesetz müsse zügig kommen. Es müsse dauerhafte steuerliche Verbesserungen für den Wohnungsbau geben. Die Branche benötige eine aktive und vorausschauende Liegenschafts- und Bodenpolitik der Städte und Kommunen ebenso wie interkommunale Lösungen und Stadt-Umland-Kooperationen als neue Ansatzpunkte. Die Kommunen müssten die Grundstücke grundsätzlich nach dem Gebot der Konzeptvergabe und nicht nach Höchstpreisen abgeben. Die Genehmigungskapazitäten in den Ämtern seien zu erhöhen und die Ergebnisse der Baukostensenkungskommission aus der letzten Legislaturperiode umzusetzen. Quelle: GdW / pgl

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