Appell an Koalitionäre: "Mehr tun für Umwelt und Zukunft"

Verband macht Vorschläge zur Wärmewende

Der Verband für Wärmelieferung möchte den Einbau von Wärmezählern zur Pflicht machen. © Allmess

Auf seinen Maßnahmenkatalog für eine gelingende Wärmewende weist der Verband für Wärmelieferung (VfW) anlässlich der laufenden Koalitionsverhandlungen hin. Der Katalog beinhaltet zehn Vorschläge für einen Beitrag der Energiedienstleistungen.

Der VfW warnt schon seit Jahren, dass zur Erreichung der deutschen Klimaziele ein wesentlich konsequenterer Kurs erforderlich sei. "Jetzt kommt es darauf an, nicht die Hände in den Schoß zu legen und das Scheitern der Ziele als Ausrede für eine Energiepolitik auf Sparflamme für die kommende Legislaturperiode zu nutzen", sagt Tobias Dworschak, Geschäftsführer des VfW. Der Verband fordert folgende Maßnahmen für Energiepolitik:

  • CO2-Emissionen finanziell belasten
  • Keine Diskriminierung von Effizienzmaßnahmen
  • Vorbildfunktion des Bundes und der Länder
  • Verpflichtung zu Wärmemengenzählern und Mindesteffizienzstandards
  • Harmonisierung von Schnittstellen
  • Eigenbetrieb und Energiedienstleistungen gleichstellen
  • Gleichstellung der Wärmewende
  • Kostenvergleich verbessern
  • Wärmenetze öffnen
  • Förderung nur bei wirksamem Effizienznachweis

"Damit das bestehende Einsparpotential ausgeschöpft werden kann, müssen jetzt wirksame Maßnahmen ergriffen werden, insbesondere auch im Wärmesektor", fordert Dworschak. "Denn bei der Frage der Zielerreichung geht es nicht um Zahlen oder Prozente, sondern um Umwelt und Zukunft."

Die jüngste Studie der Denkfabrik Agora Energiewende "Die Energiewende im Stromsektor: Stand der Dinge 2017" zeige, dass weitere Maßnahmen dringend geboten seien – auch im Hinblick auf die Ziele 2030. Denn: Im dritten Jahr in Folge stagniert der Ausstoß des klimaschädlichen CO2, statt wie geplant zu sinken.

Während im Stromsektor die Emissionen infolge des Rückgangs der Steinkohleverstromung 2017 leicht zurückgingen, stiegen sie im Verkehrs-, Gebäude- und Industriesektor aufgrund des höheren Mineralöl- und Erdgasverbrauchs. Wesentliche Ursache hierfür sieht Agora in der Entwicklung beim Energieverbrauch. Im vergangenen Jahr wurde 0,8 Prozent mehr Energie verbraucht als 2016 – Strom, Diesel und Erdgas legten zu.

Um die energetischen Einsparpotentiale zu erschließen, müssen perspektivisch besonders im Bestand noch erheblich mehr Effizienzmaßnahmen umgesetzt werden. Contractoren als Effizienzdienstleister sind die idealen Partner, um eine Effizienzsteigerung zu erzielen – idealerweise in Kombination mit einer Umstellung der Energieerzeugung auf erneuerbare Energieträger. Contractoren haben das nötige technische und wirtschaftliche Know-how, um bei der Modernisierung der Energieerzeugung das Optimum an Effizienz zu erzielen sowie dauerhafte Einsparungen während der Nutzung des Gebäudes zu ermöglichen – und das zu einem fairen Preis.

Die Koalitionsverhandlungen sollen am 4. Februar beendet sein. Quelle: VfW / sue

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