Standardisierte Bedingungen und Datenerhebungsprozesse auf europäischer Ebene

Projekt fördert energieeffiziente Hypotheken

Energetische Sanierungen sollen mit dem Hypotheken-Projekt erleichtert werden. © Ehlerding

Ein Pilotprojekt für energieeffiziente Hypotheken hat die Energy Efficient Mortgages Initiative am Donnerstag in Windsor, Großbritannien, gestartet. Es soll einen standardisierten europäischen Rahmen und Datenerhebungsprozess für energieeffiziente Hypotheken mit günstigen Finanzierungsbedingungen für energieeffiziente Gebäude und energiesparende Renovierungen zu schaffen.

Für das Pilotprogramm haben sich 37 europäische Banken verpflichtet, die Eingliederung des ebenfalls am Donnerstag vorgelegten Regelwerks für energieeffiziente Hypotheken in bestehende Produktlinien und Prozesse zu testen, bevor sie ein energieeffizientes Hypothekenprodukt einführen.

Das Regelwerk für energieeffiziente Hypotheken ist das Ergebnis einer umfassenden Konsultation von Interessengruppen und enthält Feedback, das während einer Reihe von nationalen Roundtable-Veranstaltungen mit Banken, Experten für Energieeffizienz, Immobiliengutachtern und Versorgungsunternehmen gesammelt wurde.

Darüber hinaus werden die Kreditgeber während des Pilotprojekts ermutigt, Daten zu energieeffizienten Hypotheken zu melden, um die Auswirkungen der Energieeffizienz auf das Kreditrisiko zu analysieren. Damit reagiert das Pilotprogramm auf den kürzlich veröffentlichten Aktionsplan für nachhaltige Finanzierungen, in dem sich die Europäische Kommission verpflichtet, Nachhaltigkeitsaspekte im aufsichtsrechtlichen Rahmen zu untersuchen. Die Datenerhebung und -analyse wird durch eine Dateninfrastruktur unterstützt, die ebenfalls zur Initiative für energieeffiziente Hypotheken gehört.

Das Pilotprogramm wird voraussichtlich zwei Jahre dauern. Die während des Pilotprogramms gewonnenen Erkenntnisse sollen dann in die endgültige Fassung des Regelwerk für energieeffiziente Hypotheken einfließen, um die Relevanz und damit die Umsetzung zu optimieren und letztlich die Entstehung eines energieeffizienten Hypothekenprodukts zu unterstützen.

Luca Bertalot, Generalsekretär der European Mortgage Federation, begrüßte den Start. Er sagte: "Die Organisationen, die an dem Pilotprojekt teilnehmen, halten derzeit 45 Prozent der ausstehenden Hypotheken in Europa, was 21 Prozent des europäischen Bruttoinlandsproduktes entspricht. Diese beträchtliche kritische Masse kann potenziell eine bahnbrechende Rolle bei der Unterstützung des Aktionsplans der Europäischen Kommission für nachhaltige Finanzierungen spielen.“

Die Energy Efficient Mortgages Initiative (EEM) besteht aus der Initiative für energieeffiziente Hypotheken (EeMAP) und dem Energy Efficiency Data Portal & Protocol (EeDaPP).

In der EeDaPP-Initiative arbeiten die European Mortgage Federation, die Ca'Foscari Universität von Venedig, der Informationsdienst CRIF, European Data Warehouse, Hypoport, das Zentrum für Sustainable Architecture for Finance in Europe der Goethe-Universität Frankfurt und der Spezialist für Spezialist für IT-Lösungen im Finanzbereich TXS zusammen. Sie wollen ein Protokoll entwerfen, das die großflächige Erfassung von Daten zu energieeffizienten Hypothekenanlagen über eine standardisierte Meldevorlage ermöglicht. Der Zugriff auf die Daten erfolgt über ein gemeinsames, zentralisiertes Portal, wodurch auch die Emission energieeffizienter Anleihen erleichtert werden soll.

Weitere Informationen zum Pilotprojekt gibt es unter: http://eemap.energyefficientmortgages.eu. Quelle: European Mortgage Federation - European Covered Bond Council / sue

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