Gesetzgeber muss Rahmenbedingungen schaffen

Klimaschutz könnte Konjunkturschub am Bau bringen

Klimaschutz könnte Konjunktur anschieben. © Pixabay

Laut Einschätzung des Zentralen Immobilen Ausschusses ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, könnte der Klimaschutz zu einem neuen Konjunkturschub in Deutschland führen. Dazu müsse der Gesetzgeber die passenden Rahmenbedingungen im Zuge der Exit-Maßnahmen schaffen.

„Trotz der Corona-Restriktionen dürfen wir die klimapolitischen Ziele nicht aus den Augen verlieren. Ganz im Gegenteil sogar. Die entsprechenden Maßnahmen könnten zu einem wirtschaftlichen Aufschwung in zahlreichen Bereichen unserer Wirtschaft führen“, erklärt Maria Hill, Vorsitzende des ZIA-Ausschusses Energie und Gebäudetechnik. „Die Klimapolitik sollte ein wichtiger Bestandteil der Exit-Strategien von Bund und Ländern sein. Dadurch treiben wir einerseits die Konjunktur an, andererseits senken wir den CO2-Ausstoß. Das ist ein Gewinngeschäft für alle Beteiligten.“

Für den Gebäudesektor fordert der ZIA deshalb die Stärkung der steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten für die energetische Gebäudesanierung und die gleichzeitige Ausweitung auf alle Immobilienklassen. Analog dazu sollten die Förderkulissen erhöht werden. „Diese Maßnahmen stellen gleichzeitig eine Erleichterung für Mieter dar, da sie einen Teil der energetischen Sanierungskosten mittragen müssen“, meint Hill. Zudem müssten die steuerlichen und weiteren Hemmnisse bei der erneuerbaren Energieerzeugung an Gebäuden und in Quartieren abgebaut werden. „Wir haben ein enormes Potenzial, um gebäudenah regenerative Energien zu erzeugen.

Bislang kann dieses Potenzial aber aufgrund von möglichen Gewerbesteuerinfektionen der Mieterträge und weiteren Komplikationen nicht ausgeschöpft werden“, sagt Hill. Hier müsse auch die Sektorkopplung vorangebracht werden. Auf europäischer Ebene könnte der Green Deal intelligent mit Konjunktur- und Investitionsimpulsen verzahnt und so als Wachstumsstrategie für ganz Europa genutzt werden. Quelle: ZIA / pgl

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Kommentare (1)

  1. Energieberater
    3 weeks ago
    Und genau das Gegenteil machen wir zur Zeit mit dem GEG Gebäudeenergiegesetz. Hier werden die Anforderungen für Primärenergie um 5-20 Prozent gesenkt gegenüber der EnEV2016. Eine Erhöhung um 20-40 Prozent wäre erforderlich oder eine Begrenzung der Bezugsfläche je Wohnung, um die nötigen Ziele zu erreichen. Aber Corona sei Dank, wird es unbemerkt in den nächsten Monaten beschlossen und eingeführt. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.

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