Deutsches Institut für Urbanistik beschreibt Projekt in Bochum

Klimaanpassung richtig geplant

Vorsorge für Starkregen in Stockholm: Um den Baum herum gibt es Flutungsflächen. © Ehlerding

Das aktuelle Vierteljahresmagazin "Berichte" des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu) ist erschienen. Darin gibt es neben Neuerscheinungen des Instituts auch Informationen über Veranstaltungen und Forschungsprojekte. Eins davon beschäftigt sich mit klimagerechter Stadtentwicklung.

"Bei der Entwicklung von neuen Siedlungs- und Gewerbegebieten oder beim Stadtumbau ist der Klimawandel zwingend zu berücksichtigen, daher spielen hier Stadtplanung und -entwicklung eine besonders wichtige Rolle", hießt es in dem Zeitschriftenbeitrag. Doch obwohl Anpassungskonzepte, Handlungsleitfäden oder Internet-Tools wie der "Klimalotse" vorliegen, scheitere eine Umsetzung oft in der Praxis des Planungsalltags.

Das Forschungsprojekt "Plan4Change – Neue Wege zu einer klimaangepassten Stadtplanung am Beispiel des Modellgebiets Quartier Feldmark" widmete sich daher dem Übergang von der Theorie eines Klimaanpassungskonzepts in die Praxis eines realen Planungsprozesses. Das Planungsverfahren der Stadt Bochum wurde vom Difu über drei Jahre wissenschaftlich begleitet.

Um die Erfahrungen aus Plan4Change auch anderen Kommunen zur Verfügung zu stellen und das Themenfeld Klimaanpassung in der Stadtentwicklung weiter zu stärken, wurde der Leitfaden "Klimaangepasste Planung im Quartier am Beispiel des Ostparks in Bochum" entwickelt. Er enthält Aussagen zur Ausgestaltung der Rahmenplanung, der Gestaltungsvorgaben, der Erschließungs- und Freiraumplanung, der Bauleitplanung und zur Kommunikation. Eine Besonderheit liegt – neben der intensiven Beschäftigung mit der Bauleitplanung – vor allem in der Darstellung von Ergebnissen eines realen Planungsprozesses.

Auftretende Hemmnisse im Planungsverfahren werden ebenso wie mögliche Lösungen aufgezeigt. "Damit steht Verwaltung und Politik der Kommunen praxisnahe Hilfe zur Verfügung, um Belange der Klimaanpassung in künftige Planungsprozesse zu integrieren", teilt das Difu mit. Quelle: Difu / sue

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