Gebäudesanierung: Gutachten bescheinigt Erfolg der KfW-Förderprogramme

Jeder Fördereuro entlastet die öffentlichen Kassen

Jeder eingesetzte Fördereuro entlastet die öffentlichen Kassen. © EnBauSa / C. Hoffmann

Regelmäßig lässt die KfW vom Forschungszentrum Jülich untersuchen, wie sich die Förderprogramme für energieeffizientes Bauen und Sanieren auf die öffentlichen Haushalte auswirken. Jetzt legten die Forscher ihre Analyse für das Förderjahr 2016 vor. Ergebnis: Die Programme führen zu Netto-Mehreinnahmen in den öffentlichen Kassen (Bund, Länder, Kommunen, Sozialversicherungen) von bis zu 10,6 Milliarden Euro.

Die KfW-Förderprogramme tragen zur Entlastung des Staatshaushalts bei, indem sie Erhöhungen der staatlichen Einnahmen oder Reduzierungen der staatlichen Ausgaben bewirken, die die Programmkosten übersteigen. Jeder investierte Euro wirkt dabei wie ein Multiplikator und führt zu einer Netto-Entlastung der öffentlichen Kassen um 3,8 bis zu 5,4 Euro, so die KfW in einer Pressemitteilung. "Die KfW-Förderprogramme wirken - und das gleich doppelt. Die geförderten Investitionen sparen nicht nur Energie, sie geben außerdem positive Impulse für die lokale Wirtschaft. Durch niedrigere Transferleistungen und höhere Einnahmen aus Steuern und Abgaben profitiert davon immer auch der Staat", sagt Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe.

Die im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie durchgeführten KfW-Programme für energieeffizientes Bauen und Sanieren ermöglichen die zinsgünstige langfristige Finanzierung von Investitionen in die Sanierung und den Neubau energieeffizienter wohnlicher, gewerblicher und kommunaler Gebäude. Der Bund stellte der KfW für das Förderjahr 2016 Mittel in Höhe von 1,95 Milliarden Euro für Zinsverbilligungen und Zuschüsse zur Verfügung. Damit wurden Investitionen in Höhe von insgesamt 45 Milliarden Euro gefördert. Allein bei Privathaushalten wurden im Jahr 2016 mehr als 400.000 Wohneinheiten gefördert.

Im Gutachten des Forschungszentrums Jülich werden rund 21 von den 45 Milliarden Euro der Erfüllung höherer Effizienzstandards zugeordnet und als induzierte Investitionen angesetzt. Diese Investitionen wären ohne die Förderung nicht getätigt worden.

Die Untersuchung umfasste die Programme "Energieeffizient Bauen (153)", "Energieeffizient Sanieren (151, 152, 430)", "IKK - Energieeffizient Bauen und Sanieren (217/218)", "IKU - Energieeffizient Bauen und Sanieren (220/219)" und "KfW Energieeffizienzprogramm - Energieeffizient Bauen und Sanieren" für Gewerbegebäude (276, 277, 278). Quelle: KfW / sth

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