Langfristige Zinsbindung macht derzeit Sinn

Interhyp geht von steigenden Bauzinsen aus

Zinsexperten der Interhyp gehen davon aus, dass die Bauzisen nach der langen Niedrigzinsphase zu steigen beginnen. Auslöser könnte der Kauf der Staatsanleihen der Euro-Krisenländer durch die EZB sein.

Nach der Ankündigung der Europäischen Zentralbank, Staatsanleihen der Euro-Krisenländer aufzukaufen, erwarten Zinsexperten steigende Baugeldzinsen. "Rasches Handeln ist gefragt, denn noch können Baufinanzierungskunden von Traumkonditionen profitieren", sagt Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp.

"Wir empfehlen Immobilienkäufern, Bauherren und Eigenheimbesitzern mit Finanzierungsbedarf, ihr Vorhaben möglichst bald anzugehen - und sich die momentan noch historisch günstigen Zinsen für einen langen Zeitraum zu sichern, möglichst für fünfzehn oder zwanzig Jahre." Die Entwicklung der Baugeldzinsen orientiert sich an Angebot und Nachfrage am Anleihemarkt, insbesondere an lang laufenden deutschen Staatsanleihen. Nachdem die EZB das Ankaufsprogramm verkündet hat, haben die Märkte bereits mit sinkenden Renditen für die Anleihen der Krisenstaaten und steigenden Renditen für deutsche Bundesanleihen reagiert.

Zinsexperten erwarten daher steigende Baugeldkonditionen. Zu welchen Mehrkosten steigende Baugeldzinsen führen, zeigt Goris an einem Beispiel: Momentan ist es in vielen Fällen noch möglich, ein zehnjähriges Darlehen über 200.000 Euro für einen Sollzins um rund 2,5 Prozent zu finanzieren. Goris: "Steigt der Zins für ein solches Darlehen aber zum Beispiel um 0,5 Prozentpunkte auf dann 3 Prozent, spart man sich mit den günstigeren Konditionen bei gleichbleibender Rate über die zehn Jahre Zinskosten von rund 10.000 Euro." Quelle: Interhyp / pgl

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