DESAX im April uneinheitlich

Interesse an Dämmungen steigt

Das Interesse an der Dämmung der Gebäudehülle ist im April deutlich gestiegen. © Sto

Ein uneinheitliches Bild zeichnet der Deutsche Sanierungsindex DESAX im April. Während das Interesse an der Sanierung von Heizungen und Fenstern sinkt, steigt es bei Dach und Dämmung stark an. Neben dem DESAX startet im Juni ein neuer Index im Gebäudesektor.

Stark zurück ging das Interesse an neuen Heizungen, wie es der DESAX anhand der Anfragen bei der Deutschen Auftragsagengtur ermittelt. Der Index sank in diesem Bereich von 266 Punkten im März auf 182 im April. Nicht ganz so stark, aber doch deutlich, sank die Kurve im Segment Fenster. Hier fiel der Index von 237 Punkten im Vormonat auf 206 im April.

Stark steigend ist aktuell aber das Interesse an Dach und Dämmung. Hier stieg der Index von 184 Punkten im März auf 247 im April.

Basis des DESAX sind die Werte aus dem Jahr 2012. Ein Indexwert von 100 bedeutet, dass genauso viele Anfragen eingegangen sind wie durchschnittlich 2012. Die Auswertung und Veröffentlichung erfolgt monatlich. Ermittelt wird der Index von EnBauSa.de und dem Portal Dämmen und Sanieren.

Ab Juni gibt es mit dem "Immo-Energiewende-Index" einen neuen Gebäudeindex auf dem Markt. Herausgegeben wird er vom Immobiliendienstleister Ista zusammen mit dem Medium Energate. Der "Immo-Energiewende-Index" wird halbjährlich überprüfen, wie die Wirtschaft den Fortschritt bei der Reduzierung von Energieverbrauch und CO2-Emissionen im Gebäudesektor einschätzt. Dazu wollen die beiden Unternehmen künftig regelmäßig rund 100 Top-Entscheider aus der Energie-, Immobilien- und IT-Wirtschaft zu ihrem jeweils aktuellen Stimmungsbild befragen.

Die Energiewende im Gebäudesektor könne zum Massenmarkt für neue Dienstleistungen und Geschäftsmodelle werden, hieß es in der Ankündigung zum neuen Index. Dafür müssten jedoch schnellstmöglich die richtigen Weichen gestellt werden, sagte Ista-CEO Thomas Zinnöcker. "Wir sind überzeugt, dass Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit dringend mehr Transparenz über den tatsächlichen Stand der Energiewende im Gebäude benötigen. Nur so können wir die richtigen Entscheidungen für die Zukunft treffen."

Der "Immo-Energiewende-Index" soll unter anderem Aufschluss darüber geben, wie zuversichtlich die Entscheider mit den der Umsetzung der Klimaschutzziele der Bundesregierung sind und welchen Einfluss die Energiewende im Gebäude auf ihr Geschäft ausübt. "Neben Industrie und Verkehr spielt der Gebäudesektor die wichtigste Rolle bei der Erreichung der Klimaziele", sagt Energate-Geschäftsführer Dirk Lindgens. Daher sei es besonders spannend, die Entwicklung in diesem Bereich intensiv zu beobachten. Quelle: Deutsche Auftragsagentur / Ista / Energate / sue

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