Europaweites Projekt mit Großbanken und Immobilienwirtschaft

Eon entwickelt Energieeffizienz-Hypothek

Auch erneuerbare Energien am Haus sollen mit dem neuen Produkt finanziert werden können. © Nelskamp

Zusammen mit der europäischen Kreditwirtschaft entwickelt der Energieversorger Eon ein Konzept, das Investitionen in die Gebäudeeffizienz erleichtern soll. Das sogenannte EeMAP-Projekt (Energy Efficient Mortages Action Plan), das von der Europäischen Kommission unterstützt wird, soll eine standardisierte Energieeffizienz-Hypothek schaffen.

Eon ist als einziges europäisches Energieunternehmen an der Initiative beteiligt, der auch Großbanken und die Immobilienwirtschaft angehören. Ein leichterer Zugang zu erschwinglichen Finanzierungen über die Energieeffizienz-Hypothek soll Kunden zusätzliche Anreize bieten, Gebäude besser zu dämmen, eine alte Heizung zu ersetzen oder die Energieunabhängigkeit durch Sonnenkollektoren in Verbindung mit Batterien oder virtuellen Speichern zu erhöhen. Darüber hinaus soll der Kauf von bereits energieeffizienten Wohn- oder Geschäftsgebäuden durch eine Vorzugsfinanzierung in Verbindung mit einer Hypothek erleichtert werden.

Eine von Eon in mehreren europäischen Ländern erhobene Verbraucherstudie untersuchte jetzt die Frage, ob Kunden eine standardisierte Energieeffizienz-Hypothek überhaupt in Anspruch nehmen würden. Das Ergebnis ist positiv, wobei die Zustimmung in Italien und Großbritannien besonders hoch ist. In Deutschland und Schweden begrüßten die Befragten, dass es neben den bestehenden Förderinstrumenten ein alternatives oder umfassenderes Angebot geben würde.

Luca Bertalot, EeMAP-Koordinator und Generalsekretär der Initiative Energy Efficient Mortgages innerhalb des European Covered Bond Council (EMF-ECBC), sagte: "Die heute veröffentlichte Verbraucherforschung ist nicht nur wegen des positiven Feedbacks der Verbraucher ermutigend, sondern sie wird auch den Banken helfen, zu verstehen, was die Verbraucher wollen, um ein Hypothekenprodukt entwerfen zu können, das den Bedürfnissen des Marktes entspricht."

Ausgangspunkt für die Initiative Energieeffiziente Hypotheken war die EU-Energieunion, die Energieeffizienz als zentralen Baustein für die Umsetzung der energie- und klimapolitischen Ziele der EU definiert. Gebäude machen 40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs und 36 Prozent der CO2-Emissionen in der EU aus. Die Initiative will neben Energieeinsparungen auch mehr Wachstum und Beschäftigung in Europa erreichen, weil durch Investitionen in Sanierungsmaßnahmen zusätzliche Arbeitsplätze in der Bauwirtschaft geschaffen werden könnten.

EeMAP wird aus dem Programm Horizont 2020 finanziert, das die Europäische Kommission zur Förderung von Forschung und Innovation ins Leben gerufen hat. Die Europäische Investitionsbank arbeitet an einer eigenen Initiative zur Finanzierung von Energieeffizienz.

Die Pilotphase von EeMAP beginnt am 14. Juni. Ziel des Pilotprojekts ist es, das Konzept der energieeffizienten Hypothekenprodukte auf nationaler Ebene mit wichtigen Akteuren wie Banken, Immobilienschätzern, Green Building Councils und Energieversorgern zu testen. Eine große Gruppe von Pionierkreditgebern, darunter Großbanken, mittelgroße Unternehmen und lokale, spezialisierte Kreditgeber in Europa, haben bereits ihr Interesse bekundet, sich an dem Pilotprojekt zu beteiligen, berichtet Eon. Quelle: Eon / sue

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