ISH: 28 junge Gründer stellen sich auf Sonderareal vor

Drei Start-Ups für ihre Produkte ausgezeichnet

Christoph Wiegmann (Kraftwerk) überreicht Marius Schiel, Mywarm, die Gewinnerurkunde. © VdZ

Bei der diesjährigen ISH rückten erstmals innovative Start-ups in den Vordergrund. Von den insgesamt 28 Start-ups, die mit einem eigenen Messestand vertreten waren und ihre Ideen an fünf Messetagen vorstellten, wurden die drei jungen Unternehmen Nordish Infrared, myWarm und Joulia für ihre Entwicklungen ausgezeichnet.

Ziel des neu geschaffenen Start-up-Areals auf der ISH,war es, junge Gründer und etablierte Unternehmen zusammenzubringen. „Das Sonderareal für junge Gründer war eine wichtige Bereicherung für die diesjährige ISH und hat gezeigt, wie viel Innovationspotenzial und Innovationskraft in den jungen Unternehmen aus der Gebäudetechnik- und Sanitärbranche steckt“, sagte Kerstin Vogt, Geschäftsführerin der VdZ. Erstmals wurde dabei auch der Start-up@ISH-Preis vergeben.

An drei Tagen stellten insgesamt 24 Start-ups ihre neuesten Entwicklungen aus den Bereichen Smart Home, Energiemanagement, Digitalisierung im Handwerk und Innovationen für das Bad auf der Bühne vor. Jedes Start-up hatte bei den Pitch-Sessions zehn Minuten Zeit, um sein Innovationspotenzial für die Branche der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik herauszustellen: Von Cloud-Lösungen für Handwerksbetriebe, über Sanitärobjekte aus dem 3-D-Drucker bis zur digitalen Schimmelprävention. Als Gewinner wurden Nordish Infrared, Mywarm und Joulia von der Fachjury, bestehend aus Branchenvertretern, Investoren und anderen Start-up-Experten, ausgezeichnet.

Nordish Infrared als Anbieter von Heizsystemen setzt auf Optimierung von Wohnkomfort durch die Nutzung von Strahlungswärme und Heizenergiebedarfen durch die Kombination neuester Technologien und Materialien. Ausgezeichnet wurde das junge Unternehmen für den Infrarotvollflächenheizer mit Phasenverschiebung auf Karbonbasis zum Temperieren mit Niedrigenergie. Das System minimiert den Energiebedarf zum Beheizen von Räumen und unterstützt den sommerlichen Hitzeschutz. Laut Klaus Zeyn, Geschäftsführer von Nordish habe der letzte Sommer bestätigt, dass Gebäudetemperierung auch in Mitteleuropa steigende Bedeutung hat. "In der Kombination konnte bis dato kein elektrisches IR Heizsystem diesen Anforderungen gerecht werden. Unser Antrieb war es, ein Temperierungssystem zu realisieren, welches all diese Probleme adressiert, gleichzeitig sicher ist und hohen Wärmekomfort bietet", sagt Zeyn. 

Wärme aus Duschwasser gewinnen

Ebenfalls preiswürdig war für die Jury die Präsentation von Mywarm. Das Berliner Start-up hat sich auf den hydraulischen Abgleich und die Optimierung von Heizungsanlagen spezialisiert. Dieser Abgleich ist unabhängig von Plänen und Annahmen, sowie ohne Umbauten und im laufenden Betrieb möglich. Die Installation erfolgt auf die Thermostatventile der Heizkörper. Das System soll die Wärme in der Heizungsanlage optimal verteilen, Baufehler finden und gleichzeitig im Schnitt 20 Prozent der Heizkosten, Energie und CO2 sparen. Das Start-Up bietet seine Dienstleistungen sowohl dem Fachhandwerker als auch dem Endkunden an.

Als drittes Start-up wurde Joulia für die Idee zur Wärmerückgewinnung direkt aus dem Duschwasser als Gewinner gekürt. "Für Joulia ist die Auszeichnung eine schöne Bestätigung, dass die Themen Energieeffizienz, Hygiene und Komfort eben zusammen, interdisziplinär angegangen werden müssen", erklärte Joulia-Geschäftsführer Reto Schmid. Was als Experiment in der Badewanne 2008 begann, ist zehn Jahre später eine Duschrinne, die direkt an die Kaltwasserleitung angeschlossen wird. Mittels integrierter Wärmerückgewinnung wird mit der abfliessenden Wärme das frische Kaltwasser vorgewärmt. Dadurch wird weniger Heisswasser am Duschenmischer benötigt. Quelle: VdZ / al

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