Grundsätze einer deutschen Methodik der Nachhaltigkeitsbewertung veröffentlicht

DGNB und Bund kooperieren beim nachhaltigen Bauen

Nachhaltigkeitszertifikate sollen einheitlicher werden. © Istock

Bislang gibt es mit dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB), das vom Bund verwendet wird und den Zerfitikaten des DGNB zwei Dokumente für das gleiche Thema. In einem Papier haben das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und DGNB Grundsätze einer deutschen Methodik der Nachhaltigkeitsbewertung veröffentlicht.

In einem Katalog haben BMI und DGNB zahlreiche Punkte genannt, an denen gemeinsam gearbeitet werden soll. Genannt wird dabei an erster Stelle die Zusammenarbeit bei der Weiterentwicklung und Neuerfassung von Nutzungsprofilen und Bewertungskriterien. Das soll einheitliche Regeln für die Bewertung für alle Gebäudetypen sicherstellen.

Bund und DGNB wollen außerdem auf Basis der Datenbank Ökobau.dat definieren, wie die Basisdaten für eine Nachhaltigkeitsbewertung aussehen müssen. Außerdem soll das Thema des nachhaltigen Bauens in der Ausbildung einen höheren Stellenwert erhalten. Die DGNB will die Belange von Bundesbauten in einem Komplementärmodul bei ihren Weiterbildungen vermitteln.

Ein gemeinsames Vorgehen soll es auch im Ausland geben, dort will man für die Anwendung der deutschen Bewertungssystematik werben. Konkurrenten sind hier insbesondere das englische Bewertungssystem Building Research Establishment Environmental Assessment Method (BREEAM) sowie zum amerikanischem Bewertungssystem Leadership in Energy and Environmental Design (LEED). Vereinbart wurde zudem ein kontinuierlicher Informationsaustausch.

"Uns geht es darum, dass nachweislich zukunftsfähige, umwelt- und sozialverträgliche Gebäude gebaut werden", sagte DGNB-Präsident Professor Alexander Rudolphi im Rahmen der Unterzeichnung. "Dies geht nur, wenn man die komplexen Zusammenhänge im Bauen nicht negiert, sondern als Chance begreift. Es geht darum, über die Auseinandersetzung mit den vorhandenen Zielkonflikten die für das jeweilige Gebäude richtigen Entscheidungen zu treffen. In diesem Sinne hat nachhaltiges Bauen auch das Potenzial, einen großen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz zu leisten." "Nachhaltige Gebäude schonen über die Nutzungsphase die Umwelt und das Klima, sind wirtschaftlich effizient, schaffen ein gesundes Wohnklima und müssen gesellschaftlich wie städtebaulich gleichermaßen überzeugen", sagte Staatssekretär Gunther Adler. pgl

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