Konventionelle Energieträger dominieren den Sanierungsmarkt

DESAX zeigt steigende Nachfrage nach Heizungsmodernisierungen

Gasthermen sind bei der Heizungsmodernisierung weiterhin sehr gefragt. © S. Ehlerding

Der Deutsche Sanierungsindex DESAX hat im Juli sowohl in den Bereichen Heizung und Fenster als auch im Segment Dach und Dämmung deutlich zugelegt. Der Index bildet die Online-Nachfrage nach Sanierungsangeboten in den verschiedenen Gewerken ab. Er wird seit 2013 erhoben.

Den deutlichsten Zuwachst im Juli verzeichnet das Segment Heizung. Hier stieg der Indexwert von 136 im Juni auf 178 und liegt damit deutlich über dem Vorjahreswert von 132. Offenbar denken Hausbesitzer nun vermehrt an den bevorstehenden Winter und planen, ihre Heizungsanlage in Schuss zu bringen. Viele setzen dabei weiterhin auf die konventionellen Energieträger Öl und Gas, hat das Marktforschungsunternehmen EuPD Research im Rahmen der Studie "Wärmewende Deutschland - Eine Bestands- und Potenzialanalyse des deutschen Heizungsmarktes" herausgefunden. Diese wurde auf Basis einer repräsentativen Umfrage unter zehntausend Haushalten erstellt. Im Segment der Heizungsmodernisierung, welches im Jahr 2018 gut 600.000 Installationen verzeichnete, lag der Anteil von konventionellen Heizungssystemen der Studie zufolge bei 85 Prozent. Auch 2030 werde voraussichtlich jede zweite installierte Heizung eine konventionelle Brennstoffbasis haben, so die Autoren. Als Gründe machen sie große Informationsdefizite und hohe Anschaffungskosten der Systeme auf Basis erneuerbarer Energien aus.

Auch in den Segmenten Dach und Dämmung sowie Fenster legte der DESAX im Juli zu, allerdings nicht so stark wie im Segment Heizung. Bei Dach und Dämmung kletterte der Index von 101 im Juni auf 113 und liegt damit nahe am Vorjahresniveau von 107. Anders im Segment Fenster: Hier liegt der Wert mit 122 im Juli deutlich über dem Vorjahreswert von 59. Auch gegenüber dem Vormonat ist die Steigerung deutlich: Im Juni lag der Wert bei 97, es gingen also noch immer weniger Angebotsanfragen ein als im Basisjahr des DESAX 2012.

Der Sanierungsindex DESAX zeigt, wie hoch das Interesse der Online-Community an Sanierungsprojekten ist. Er basiert auf einer Auswertung von Angebotsanfragen, die bei der Deutschen Auftrags-Agentur (DAA) eingehen. Basis des DESAX sind die Werte aus dem Jahr 2012. Ein Indexwert von 100 bedeutet also, dass genausoviele Anfragen eingegangen sind wie durchschnittlich 2012. Der Index wird gemeinsam von EnBauSa.de und Dämmen und Sanieren herausgegeben und soll für mehr Transparenz im Sanierungsmarkt sorgen. sth

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