Werte im Sanierungsindex deutlich unter den Vorjahren

DESAX zeigt 2017 geringes Sanierungsinteresse

Ein flaues erstes Sanierungshalbjahr zeigt der DESAX. © EnBauSa.de

Im Halbjahr 2017 war das Interesse an Online-Angeboten für neue Heizungen, Fenster und Dämmung von Dach und Fassade geringer als in den Vorjahren. Das belegen aktuelle Zahlen des Deutschen Sanierungsindex DESAX.

Bei Heizungen gab es in den Vorjahren von Anfang des Jahres bis zur Jahresmitte jeweils einen kontinuierlichen Trend nach unten. Diese Entwicklung ist 2017 noch ausgeprägter ausgefallen als in den Vorjahren.

Eine wichtige Marke im Sanierungsindex DESAX ist die 100. Sie kennzeichnet den Stand der Online-Anfragen aus 2012. Ein längeres Absacken unter diese Marke gab es seit 2014 nicht mehr. 2017 lag der Wert für den Juni mit 102 nur noch knapp darüber. Im Vergleich zu 2015 war das Online-Interesse an Heizungen im Jahr 2016 leicht rückläufig. Vor allem in der Sanierung tut sich nach wie vor wenig.

Der Rückgang der Online-Anfragen nach neuen Heizungen ist im zweiten Quartal ist 2017 ausgeprägter als in den Vorjahren. Die Zahlen dürften sich aber zum Jahresende nach oben bewegen, die Heizungsbranche ist vorsichtig optimistisch und geht von einem Umsatzplus zwischen 2 und 3 Prozent aus. Als Wachstumsträger gelten Gas-Brennwerttechnik, Lüftung und Wärmepumpen, bei Biomasse sollte die Talsohle durchschritten sein. Bei den Wärmepumpen zeigte sich in den ersten Monaten laut Zahlen des Bundesverbands Wärmepumpe ein deutliches Plus im zweistelligen Bereich. 

Interesse an Dach und Fassade bleibt gering

Auch das Segment Dach und Dämmung nähert sich mit einem Wert von 102 der 100er-Marke von oben an. Von Jahresanfang bis April gingen die Werte kontinuierlich nach unten, sind aber seitdem stabil. Die derzeitige Debatte um Dämmung und Brandschutz trägt sicher dazu bei, dass manche Sanierungswillige ihre Projekte erst einmal verschieben und abwarten, ob es neue Entwicklungen gibt.

An stärksten im Vergleich zu 2012 ist nach wie vor der Bereich Fenster. Im Vorjahr hatte sich der Index zwischen 170 und 230 bewegt. Im laufenden Jahr war der DESAX-Wert vor allem im zweiten Quartal deutlich darunter und lag jeweils bei unter 150. Der Verband Fenster und Fassade, der die verkauften Fenstereinheiten in Deutschland misst, geht für das Gesamtjahr von einem leichten Plus auf 14,4 Millionen Fenstereinheiten aus. Eine Fenstereinheit entspricht einer Fensterfläche von 1,69 Quadratmetern. Das wäre das beste Ergebnis seit dem Jahr 2002. 2016 lag die Zahl der verkauften Fenstereinheiten bei 13,8 Millionen. von Pia Grund-Ludwig

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