Plus vor allem in Baden-Württemberg

Das Interesse an Gebäudeenergieberatung wächst

Baden-Württemberg ist bei Energieberatung vorn © FliB

Das Bafa hat Zahlen für die Förderung von Energieberatung und Heizungsoptimierung sowie erneuerbare Energien vorgelegt. Bei den Gebäudenergieberatungen hat Baden-Württemberg die Nase vorn, fast die Hälfte der geförderten Beratungen entfällt auf das Ländle.

Die Zahl der betrieblichen Energieberatungen hat sich 2018 mit rund 2500 auf dem hohen Niveau des Vorjahres gehalten. Die Berater haben das Potenzial in diesem Bereich erkannt. Von den derzeit für das Förderprogramm zugelassenen 2.250 Energieberatern sind 174 in 2018 hinzugekommen. Davon hat vor allem die Energieversorgungsbranche profitiert mit 74 Neuzulassungen.

Eine hohe Zahl an Neuzulassungen gab es auch bei der energetischen Modernisierung des Wohngebäudebestands. In diesem Bereich hat das Bafa 2018 insgesamt 546 Experten für geförderte Energieberatungen neu zugelassen, davon 20 von Energieversorgern sowie 177 aus dem Bereich des Handwerks. Man habe sich mehr versprochen, so die Behörde. Die vollen Auftragsbücher führten wohl dazu, dass für Energieberatung zu wenig Zeit bleibe. 60 Prozent der Zulassungsanträge kommen von Schornsteinfegern. Den zeitlichen Aufwand für die Qualifizierung nennt das Bafa als mögliichen weiteren Grund für die Zurückhaltung bei den Neuanmeldungen. Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) konnte sich 2018 als Beratungsinstrument im Markt etablieren. In knapp 20 Prozent der Förderfälle nutzten Energieberater bereits den iSFP.

Mit 8.681 Förderanträgen gab es 2018 gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um etwa 6,5 Prrozent; die weitaus größte Anzahl der Anträge entfiel dabei mit knapp 3.800 Anträgen wiederum auf Baden-Württemberg. Besonders stark ist der Südweststaat vor allem bei den Mehrfamilienhäusern, dort kommt fast jeder zweite Antrag aus Baden-Württemberg. Insgesamt betrug der Zuschuss des Bafa in diesem Bereich rund 5,8 Millionen Euro.

Rund 8 Millionen Euro hat das Bafa 2018 in dem vom Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) und den Verbraucherzentralen der Bundesländer durchgeführten Projekt „Energie-Checks“ ausgezahlt, 21.050 Beratungen wurden durchgeführt.

Das Bafa fördert außerdem die Beratung privater Verbraucher über Möglichkeiten der Energieeinsparung und der Nutzung erneuerbarer Energien durch den VZBV. Dafür gab es 2018 6,9 Millionen Euro .

Das im Mai 2016 gestartete Pilotprogramm Einsparzähler läuft gut, die Antragszahlen haben sich im Vergleich zu den Prognosen fast verdreifacht. Gefördert werden hier Pilotprojekte, die Energieeinsparungen möglichst gerätespezifisch aufziegen, in der Regel IT-gestützt und visualisiert.

Im Rahmen des Förderprogramms Heizungsoptimierung stehen der Austausch veralteter Heizungs- und Warmwasserpumpen und die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs im Mittelpunkt. Das Bafa fördert Investitionen in effiziente Heizungs- und Warmwasserpumpen sowie in den hydraulischen Abgleich des Heizungssystems in Höhe von 30 Prozent des Netto-Rechnungsbetrages. Insgesamt wurden für zirka 90.000 Pumpen und 57.000 weitere Optimierungsmaßnahmen ein Fördervolumen von zirka 31,5 Millionen Euro ausgeschüttet. Das sind mehr als 20 Prozent mehr als im Vorjahr.

Um den Austausch alter Heizkessel zu beschleunigen, müssen Bezirksschornsteinfeger im Rahmen der Feuerstättenschau ein „Effizienzlabel“ auf allen Heizungsanlagen anbringen, die älter als 15 Jahre sind. Dafür erhalten die Bezirksschornsteinfeger eine Aufwandsentschädigung. 2018 wurden Entschädigungen für zirka eine Million Heizungslabel bewilligt. von Pia Grund-Ludwig

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