Buildingsmart informiert über Digitalisierung in der Bauwirtschaft

Anwendertag zeigt Trends von BIM

Christoph Gröner, CEO und Gründer der CG Gruppe, hielt die Keynote beim Anwendertag. © Eventfotograf.in/ Buildingsmart

Der 16. Buildingsmart-Anwendertag in der Nürnberger Meistersingerhalle bot 36 Vorträge zur Wertschöpfungskette im Baubereich und zeigte Anwendungen von Building Information Modelling (BIM). 550 Teilnehmer, 50 Referenten und eine Keynote zu den Chancen von BIM machten den Anwendertag nach Ansicht der Veranstalter zu einem Erfolg.

Christoph Gröner, dessen CG Gruppe jährlich mehr als 1000 Wohnungen in Deutschland baut, ermunterte die Teilnehmer zu Beginn des Anwendertages, die enormen Chancen digitaler Techniken und Methoden für die Bauwirtschaft zu nutzen. "Wenn wir es nicht tun, und zwar jetzt, tun es andere."

Er warnte die Bau- und Immobilienbranche davor, sich in Sicherheit zu wähnen und zu glauben, Bauwerke würden nicht per Schiff nach Deutschland und Europa kommen. "Die Schiffe sind schon unterwegs", sagte Gröner und verwies auf ganz neue Techniken, etwa modularer und vorgefertigter Bauteile oder auch der Übernahme heimischer Unternehmen durch ausländische Investoren. Gröner zeichnete ein durchaus optimistisches Zukunftsbild für die Bauwirtschaft, wenn diese bereit sei, die technologischen Chancen und die Digitalisierung konsequent und angstfrei zu nutzen. "Es geht auch darum, wieder Begeisterung bei den jungen Menschen für unsere Branche zu wecken."

In seiner Eröffnungsrede konnte der Vorstandsvorsitzende von Buildingsmart-Deutschland, Professor Rasso Steinmann, den Roll-out des Buildingsmart-Weiterbildungszertifikats "BIM Basis" verkünden, das auf der Richtlinie VDI/Buildingsmart 2552-8.1 basiert. Fort- und Weiterbildungsinstitutionen können sich somit in Kürze listen lassen und noch in diesem Sommer können erste Kurse und Absolventen erwartet werden.

Steinmann erläuterte zudem die Möglichkeiten des herstellerneutralen und offenen Buildingsmart-Datenformats IFC sowie weiterer Buildingsmart-Standards, die zum Gelingen der Digitalisierung der Bau- und Immobilienwirtschaft unabdingbar seien. Er machte deutlich, dass die Erwartungen des Marktes an Buildingsmart stark gewachsen seien und die Aufgaben, die es zu meistern gelte, vielfältig und umfangreich seien. Diese gelte es nun anzupacken.

Genau dies geschah bereits am Tag vor dem Anwendertag, an dem sich die verschiedenen Buildingsmart-Arbeits- und Fachgruppen trafen. Auch hier war die Beteiligung mit über 180 Teilnehmern groß. Zu gleich drei neuen Themen – Brandschutz, Nachhaltigkeit sowie Verkehrswegebau – bildeten sich Round-Tables, die einen ersten Schritt zur Etablierung neuer Fach- und Arbeitsgruppen waren.

Ganz neu im Programm des Vortags war der "Buildingsmart-Branchendialog" mit einer Podiumsdiskussion zum Thema modulares Bauen als Chance für den Wohnungsbau, an der Ralf Schekira von der Wohnungsbaugenossenschaft Nürnberg, Günther Jösch vom Bundesverband Bausysteme, Marcus Schreyer von Max Bögl sowie Rasso Steinmann teilnahmen.

Seit mehr als 22 Jahren ist Buildingsmart Deutschland das Kompetenznetzwerk für die Digitalisierung der Bau- und Immobilienwirtschaft. 350 Unternehmen, Forschungs- und Hochschuleinrichtungen, Vertreter der öffentlichen Hand und Privatpersonen sind Mitglied. Sie engagieren sich ehrenamtlich bei der Ausarbeitung von offenen und herstellerneutralen Standards für digitale Methoden und Werkzeuge und bringen die Ergebnisse über Buildingsmart International auch im weltweit ein. Quelle: Buildingsmart / sue

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